Making-Of: Salatteller mit Dressing

Autor: Helma Spona

Betrifft: Fotografie

Notwendige Objekte: Salat, Dressing, Teller, Dessertschüssel, Pinsel oder Pipette, Kamera und Zubehör

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Wer sich für Food-Fotografie interessiert, staunt oft über Bilder von voluminösen lichtdurchfluteten Salattellern, die nicht nur frisch aussehen, sondern auch noch quasi im Dressing zu schwimmen scheinen.  Bei dem Versuch das auch mal zu machen, kommt dann schnell die Ernüchterung. Mit ein paar kleinen Tricks ist das aber gar nicht schwer.

Wie es nicht aussehen sollte

Wer versucht einen Salatteller mit grünem Salat und Joghurt-Dressing zu fotografieren, wird anfangs denken, so schwer ist das nicht. Einfach den Salat auf den Teller und Dressing oben drauf. Was dabei rauskommt sieht aber in den seltensten Fällen wirklich gut aus.

Salatteller mit Dressing, etwas zusammengefallenDas Problem dabei ist, dass der Salat, vor allem, wenn Sie wegen der ansprechenden Farben auch schwere Gemüse wie Gurken, Paprika- oder Tomatenstücke verwenden, in sich zusammen sinkt. Den Eindruck eines vollen Tellers voll lockerem, frischen Salat erzielen Sie damit in keinem Fall. Das zeigt bspw. Abb. 1, denn auch hier ist der Salat schon sehr zusammengedrückt und platt. Noch schlimmer wird dies durch Öl-haltige Dressings. Öl bringt grünen Salat recht schnell zum  Zusammenfallen. Daher sollten Sie bei Fotos auf Öl- und fetthaltige Dressings verzichten.

Tipp:

Soll es wie Öl aussehen, ohne dass der Salat zusammenfällt, sprühen Sie den Salat mit Glycerin ein. Essen können Sie ihn dann natürlich nicht mehr.

Vorbereitungen und Einkauf

Wenn Sie die Aufgabe richtig professionell angehen möchten, müssen Sie da schon etwas mehr Aufwand betreiben.  Schon beim Einkauf sollten Sie auf die richtigen Exemplare von Paprika, grünem Salat und sonstigen Bestandteilen für den Salat achten.

Tipp:

Optimal ist krauser Salat, eventuell mit einer leichten Rotfärbung (bspw. Lolo Rosso) oder Eichenblattsalat. Der gibt schöne Strukturen auf dem Bild und lässt sich gut rutschfest auf dem Teller drapieren.

Ansonsten brauchen Sie für ein solches Foto noch folgende Dinge:
  • Einen schönen Teller, entweder einen einfachen weißen oder einen farblich zum Salat passenden.
  • Einen Pinsel oder eine Pipette zum Auftragen des Dressings auf den Salat.
  • Eine kleine, farblich zum Salat passende oder durchsichtige Dessertschüssel als Unterbau für den Salat.
  • Optional ein Tuch oder eine farblich passende Serviette, zur Dekoration, eventuell auch ein paar frische Kräuter und eine schöne Gabel.

Anrichten des Salates

Teller mit umgedrehter DessertschaleBevor Sie den Salat anrichten, sollten Sie ihn waschen, und zwar mit möglichst kaltem Wasser, eine kurze Zeit in Eiswasser einweichen ist optimal. Damit wird der Salat noch knackiger und frischer.
Tupfen Sie den Salat leicht mit einem Küchentuch oder Handtuch ab, damit er nicht so ganz nass ist. Entfernen Sie allzu harte Strünke, achten Sie aber unbedingt darauf, die Blätter nicht zu quetschen oder zu klein zu reißen. Das erschwert das Anordnen auf dem Teller.
Setzen Sie nun die Dessertschüssel umgekehrt auf den Teller, auf dem Sie den Salat anrichten möchten.
Teller mit angeordneten SalatblätternAuf der Dessertschüssel ordnen Sie nun ringsherum die Salatblätter an. Achten Sie darauf, dass diese komplett verdeck ist. Dies gilt vor allem dann, wenn die Schüssel nicht durchsichtig ist.
Salat mit hinzugefügtem Paprika und Bohnen Anschließend fügen Sie die Paprika- oder Tomatenstücke und sonstige Bestandteile des Salates hinzu. Stecken Sie diese ruhig zwischen die Salatblätter, denn sie sollen ja nicht wie drauf gelegt wirken.

Tipp:

Sie müssen nicht ringsherum die Salatblätter perfekt anordnen. Es reicht aus, wenn eine Hälfte perfekt angerichtet ist, diese Seite fotografieren Sie dann.

Auftragen des Dressings

Dressing mit Pinsel auftragenHaben Sie den Salat soweit fertig, geht es an das Auftragen des Dressings. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein weißes Dressing oder ein transparentes (Essig-Öl-Gemisch) handelt. Sie sollten in jedem Fall einen Pinsel oder eine Pipette nehmen und das Dressing im optimalen Fall nur auf die Teile des Salattellers auftragen, die keine grünen Salatblätter sind, also bspw. Zwiebel, Paprika, Tomaten etc.

Tipp:

Bei Joghurt-Dressing sollten Sie dieses mit etwas Wasser verdünnen, bevor Sie es auftragen. Es lässt sich dann leichter verteilen und wirkt eher wie draufgegossen als wenn Sie es im Original verwenden.

Dekoration und Perspektive

Fertiges Bild, Salatteller mit Ölflaschen im HintergrundZum Schluss stellt sich noch die Frage nach der passende Dekoration. Ein Salatteller auf weißem Hintergrund sieht zwar nicht schlecht aus, aber mit etwas Deko macht das Bild gleich viel mehr her. Immer passend ist ein schönes, farblich passendes Tuch oder auch im Hintergrund Essig- und Öl-Sprüher. Für das hier vorgestellte Bild wurden im Hintergrund drei Ölflaschen mit unterschiedlich farbigen Ölen platziert und unter den Teller ein hellgelbes Geschirrtuch gelegt. Die Silbergabel rechts füllt den Platz nach rechts aus.  

Tipp:

Sieht der Salatteller zu langweilig aus, versuchen Sie es einfach mal mit ein paar Speck- oder Putenstreifen, schön knusprig gebraten.

Die Wahl der Perspektive bestimmt natürlich auch die Gestaltung des Hintergrundes bzw. der Umgebung. Wenn Sie den Salat schön hoch drapiert haben, bietet es sich natürlich an, ihn auch frontal von vorne zu fotografieren, wie in der vorstehenden Abb. Dann müssen Sie an die Gestaltung des Hintergrundes denken.

Salatteller von oben fotografiertBei einer Perspektive von oben, müssen Sie stattdessen dem Untergrund Ihre Aufmerksamkeit widmen. Hier wurde einfach ein größerer flacher Teller und darunter noch ein farbiges Tuch verwendet.

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