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TECHNIKdirekt.de
Making-Of: Holundersuppe mit Apfel

Autor: Helma Spona>

Betrifft: Fotografie

Notwendige Objekte: roter Saft, bspw. Traubensaft, Johannisbeersaft,
Hartweizengrieß, grüner oder roter Apfel, Holunderbeeren oder -blüten, rote Gelatine, Zitronensäure, Teller, Dekomaterial

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Sicher haben Sie sich auch schon mal gefragt, wie es kann, dass in Abbildungen von Suppen mit Einlagen, diese nicht untergehen und immer schön dekorativ an der Oberfläche liegen? Wenn Sie das selbst versuchen, versinken sie immer in Bruchteilen von Sekunden. Auch hier greifen die Food-Designer ganz tief in die Trickkiste.

So könnte das Endergebnis aussehen: Ein Teller mit HolundersuppeNachfolgend soll gezeigt werden, wie Sie Suppe fotografieren, bei der Dekorationselemente oder Einlagen nicht untergehen, sondern schön dekorativ an der Oberfläche bleiben. Die Technik dabei ist immer gleich, ob Sie jetzt tiefe Schalen oder verhältnismäßig flache Teller verwenden.

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Zunächst sollten Sie dazu ein paar Vorbereitungen treffen. Die bestehen im Wesentlichen darin die benötigten Zutaten zu beschaffen und vorzubereiten. Sie benötigen zunächst mal eine Flüssigkeit, die nach Holundersaft aussieht. Da es Holundersaft in der Regel nur teuer im Bioladen gibt oder Sie sich die Mühe machen müssten ihn selbst zu machen, bieten sich hier als Alternative roter Traubensaft, schwarzer Johannisbeersaft oder Rote-Beete-Saft an. Sie sollten davon mindestens 2 Liter bereit halten. Außerdem benötigen Sie rote Gelatine (ca. 8 Blatt) und Hartweizengrieß und im Kühlschrank Platz für den Teller mit Inhalt.

Kochen Sie Grießbrei mit Saft anstelle von Milch Vorbereitungen

Als erstes kochen Sie nun Grießbrei gemäß Packungsanweisung und zwar so viel, dass Sie damit den Teller halb füllen können. Verwenden Sie dazu einen Tick weniger Flüssigkeit als angegeben, damit er sehr fest wird.

Tipp:

Statt den Grießbrei mit Milch zu kochen, nehmen Sie den roten Saft, um damit den Grießbrei einzufärben, denn weißer Grießbrei würde unter Umständen durch die später oben drauf erzeugte Schicht durchscheinen.

Füllen Sie den Grießbrei in den Teller und streichen Sie ihn glattFüllen Sie mit dem Grießbrei, solange er noch warm ist, den Teller bis zur Hälfte. Falls Sie eine Schüssel nehmen möchten, füllen Sie diese zu 2/3 und streichen Sie die Oberfläche glatt.
Dicken Sie nun einem Teil des verbleibenden Saftes mit der Gelatine nach Packungsanweisung an. Gießen Sie die noch heiße Flüssigkeit auf den inzwischen erkalteten Grießbrei, so dass sie den Grießbrei gleichmäßig überdeckt und den Teller bzw. die Schale 2-3mm unter die gewünschte Füllhöhe füllt. Anschließend stellen Sie den Teller in den Kühlschrank damit der angedickte Saft erkaltet und fest wird.

Auffüllen des Tellers mit dem angedickten Saft Bis die Gelatine fest geworden ist, können Sie sich mit der Deko beschäftigen. Waschen Sie den Apfel und die Holunderbeeren bzw. Blüten und pflücken Sie davon alle unschönen Beeren und Blüten ab, so dass nur einwandfreie übrig bleiben. Legen Sie Blüten bzw. Beeren in eine Schüssel mit kaltem Wasser, damit sie nicht welk werden.

Zitronensäure in das Wasser mit den Äpfeln geben.Polieren Sie den Apfel, dass die Schale richtig blank und glänzend ist. Schneiden Sie ihn dann in dünne Spalten. Legen Sie die Spalten in eine kleine Schale oder Schüssel und überdecken Sie diese komplett mit Wasser. Damit die Äpfel nicht braun werden, geben Sie eine halbe bis eine Tüte Zitronensäure in die Schale mit den Apfelstücken.

Tipp:

Anstelle von Zitronensäure können Sie auch Essig, Essig-Essenz oder Zitronensaft verwenden.

Suppe anrichten und dekorieren

Platzieren des Tellers Ist der Inhalt des Tellers fest geworden, können Sie mit dem Dekorieren beginnen. Holen Sie den Teller aus dem Kühlschrank und lassen Sie ihn ein paar Minuten draußen stehen. In der Regel wird nun der Teller etwas beschlagen. Putzen Sie ihn dann mit einem Küchentuch trocken und achten Sie darauf, dass es keine Streifen gibt. Stellen Sie den Teller nun an Ort- und Stelle. Achten Sie darauf, dass der absolut waagerecht steht.

Die Apfelspalten bleiben stehen, ohne umzukippen, weil sie in die Gelatine-Schicht gesteckt wurden. Tupfen Sie die Apfelspalten mit einem Küchentuch trocken und legen Sie diese auf den Teller. Bei Bedarf können Sie die Gelatine-Schicht auch etwas mit einem scharfen Messer einritzen, um die Apfelspalten fest in die Schlitze zu stecken, damit sie nicht umkippen. Füllen Sie nun den Teller mit 2-5mm Saft auf. Das ist notwendig, damit die Apfelspalten nicht wie draufgelegt wirken. Außerdem hat die feste Gelatine einen anderen Glanz als Flüssigkeiten. Es würde sonst auffallen. Anschließend drapieren Sie noch die Holunderbeeren oder Holunderblüten und fügen bei Bedarf weitere Deko-Elemente hinzu.

Alternative mit Schalen statt Tellern

Alternatives Ergebnis bei Verwendung von Schälchen anstelle eines Tellers. Möchten Sie statt eines Tellers Suppentassen oder Schalen verwenden, funktioniert das Ganze genauso. Nur sollten Sie hier dann die Schalen 2/3 mit Grießbrei auffüllen, da die Schicht aus Gelatine sonst zu dick würde und zu lange zum Auskühlen braucht.

Warum so und nicht anders?

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum mit Grießbrei und Gelatine gearbeitet wird? Generell könnte man natürlich auch auf den Grießbrei verzichten. Der mit der Gelatine verfestigte Saft würde aber deutlich länger zum Verfestigen brauchen, wenn Sie davon eine größere Menge verwenden würden. Zudem ist er nicht so stabil. Falls Sie bspw. einen Löffel in die Suppenschüssel stellen wollten und der soll auch auf der Kante stehen bleiben, hält die Gelatine den auf Dauer nicht, schon gar nicht, wenn sie nach einer Weile bei Zimmertemperatur etwas an Festigkeit verliert. In diesem Fall ist es daher nützlich, dass der Grießbrei wirklich sehr fest ist und Sie den Löffel so tief reinstecken können, dass er im Grießbrei steckt. Bei Suppe, die weniger transparent ist, können Sie allerdings problemlos auf die Gelatine-Schicht verzichten und die Suppe in einer dünnen Schicht gleich auf den Grießbrei aufbringen. Klappt bspw. sehr gut bei Tomatensuppe.

<HS>

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