Stockfotografie: Bildagenturen kurz vorgestellt

Autor: Helma Spona
Stand: September 2010
Betrifft: Stockfotografie
Nachfolgend möchte ich einige Bildagenturen kurz vorstellen, die sich für den ambitionieren Hobbyfotografen eignen, um die eigenen Bilder zu verkaufen. Ich möchte jedoch ausdrücklich darauf hinweisen, dass dies weder eine abschließende Darstellung ist, noch Garantien für gute Verkaufserfolge gegeben werden. Die Beurteilung der Bildagenturen (sofern welche vorhanden sind) ist in meinen Erfahrungen begründet und die beziehen sich natürlich auf meine Motive und meine Bilder. Haben Sie ganz andere Schwerpunkte und andere Motive könnte das Ergebnis bei Ihnen deutlich anders ausfallen. In sofern ist jede Wertung mit Vorsicht zu genießen und natürlich auch nicht frei von subjektiven Erfahrungen.

Tipp

Stellen Sie Ihre Bilder bitte nicht wahllos bei mehreren Bildagenturen ein, überlegen Sie sich vorab eine Strategie. Hinweise und Informationen dazu finden Sie auch im Beitrag: „Stockfotografie: Strategien für den Erfolg„.

Panthermedia

Name: Panthermedia
Preiskategorie: Microstock und Midstock im unteren Bereich
Bezahlsysteme: Credits und Abosystem (ab 1 EUR/Bild), Einzelkauf auf Rechnung
Beschreibung:
Panthermedia vertreibt Bilder in einer breit gefächterten Preisspanne. Am Abo-System muss man nicht teilnehmen, die Zahlung per Credits die auch Bildkäufer ab 1 EUR ermöglicht, lässt sich aber nicht deaktivieren. Der Fotografenanteil beträgt 30% oder 50% zuzüglich einer Mengenstaffelung, die sich nach der Anzahl Bilder bei Panthermedia richtet. Maximal sind 60% möglich. Wer gleiche oder ähnliche Bilder bei preiswerteren Bildagenturen einstellt, muss diese als 30%-Bilder kennzeichnet und bekommt dann 30% zuzgl. Mengenstaffel.
Die Verkäufe laufen gut, zumindest was meine Motive angeht, seit dem Abosystem gehen die Einnahmen aber etwas zurück, weil viele Bilder per Abo billiger verkauft werden als früher. Dennoch kommt immer noch eine Menge bei rum. Panthermedia vertreibt die Bilder über zahlreiche Partneragenturen auf der ganzen Welt. Nicht alle Partneragenturen haben dabei jedoch gleiche Preise wie PM. Es gibt solche die höhere Preise haben und andere, die niedrigere haben.

Bewertung:

Mit passenden Motiven haben auch Einsteiger in die Stockfotografie eine Chance Ihre Bilder bei Panthermedia anzubieten und gerade im Abosystem lassen sich schnell erste Verkäufe erzielen. Panthermedia ist immer noch meine Lieblingsagentur. Zumal sie auch eine nette Fotocomunity hat und die Bilder auch rechtlich von der Redaktion geprüft werden.

Zoonar

Name: Zoonar
Webseite: www.zoonar.de
Preiskategorie: Microstock bis Premium
Bezahlsysteme: ?
Beschreibung:
Zoonar ist noch eine recht junge Bildagentur und bietet den Bildanbietern drei Preiskategorien im Midstock- und Microstock und Premium-Bereich zur Auswahl an. Es gibt Partner-Agenturen ebenfalls in den drei Preiskategorien. Die Verkäufe zumindest im Midstock-Preissegment halten sich derzeit noch in Grenzen. Zumindest trifft das auf meine Bilder zu. Aber die Bildagentur hat durchaus Potential meiner Meinung nach.

Bewertung:

Die Qualitätsanforderungen halten sich im Rahmen, die Ablehnungsquote ist recht gering, steigt aber an. Ansonsten möchte ich keine Bewertung abgeben, weil dazu die Bildagentur noch zu jung ist.

Fotolia

Name: Fotolia
Webseite: www.fotolia.de
Preiskategorie: Microstock
Bezahlsysteme: Credits, Abosystem
Beschreibung:
Fotolia ist eine der erfolgreichsten Microstock-Agenturen, die zwar ebenfalls aus den USA stammt aber auch in Europa gut verkauft. Sie lebt von der Masse der Verkäufe. Für den einzelnen Verkauf bekommt man nicht wirklich viel, aber mit guten Motiven und Bildern kann man in kurzer Zeit viele Verkäufe erzielen. Abhängig von der Zahl Verkäufe, die man erzielt steigt der Fotografenanteil, der jedoch am Anfang, selbst bei exklusiven Bildern nur 28% beträgt. Mehr bekommt man, wenn man alles seine Bilder exklusiv bei Fotolia vertreibt, so nachh dem Motto „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“. Wer also alle seine geistigen Ergüsse, darunter fallen auch Videos und im Prinzip, Bücher, Texte etc. , denn die nimmt Fotolia nicht exklusiv aus, ausschließlich über Fotolia vertreiben will, kann bei Fotolia auch gute Einnahmen mit weniger Verkäufen erzielen. Ansonsten lohnen sich dort eigentlich nur Bilder, die sich in Massen verkaufen. Verkauft werden außerdem auch Videos und Vektorgrafiken.

Bewertung:

Mir persönlich gefällt bei Fotolia der Umgang mit den Fotografen nicht. Der Support ist nicht immer sehr hilfreich. Manche Anfragen werden einfach gar nicht beantwortet. Die Freischaltung der Bilder dauert recht lange. Aber gute Bilder verkaufen sich auch gut.

Imagepoint

Name: Imagepoint
Preiskategorie: Midstock
Bezahlsysteme: Kreditkarte, Vorauskasse, Rechnung
Beschreibung:
ImagePoint ist eine Midstock-Agentur, die aber auch Bilder im unteren Preissegment anbietet. Zu welchen Preisen die Bilder verkauft werden, entscheidet die Reaktion anhand der Qualität. Es lohnt sich also, hochwertige Bilder mit hohen Auflösungen bei Imagepoint anzubieten. Die Anzahl Fotos, die jeder Anbieter hochladen darf, ist begrenzt und richtet sich nach deren Qualität. Die Quote wird aber nicht automatisch erhöht, man muss schon nachfragen. Es ist also etwas schwierig, dort eine große Menge Fotos zu platzieren. Zudem wird Exclusivität gefordert. Gleiche Bilder dürfen also nicht woanders angeboten werden.

Bewertung:

Bei ImagePoint verkaufe ich regelmäßig aber keine großen Mengen. Dennoch lohnt es sich durch die recht hohen Verkaufspreise.

Digitalstock

DIGITALstock.de - Bildagentur für lizenzfreie Bilder und Photos
Name: Digitalstock
Preiskategorie: Microstock
Bezahlsysteme: Kreditkarte, Credits
Beschreibung:
Digitalstock lässt dem Bildanbieter die Wahl zu welchem Preis (Auswahl aus verschiedenen Preiskategorien) er seine Bilder anbieten will. Der Bildautor erhält 50% Fotografenanteil. Der Upload kann per FTP erfolgen. Das Verschlagworten ist in den letzten Monaten deutlich einfacher geworden. Der Aufwand hält sich insgesamt in Grenzen. Die Qualitätsanforderungen an die Bilder sind niedrig.

Bewertung:

Aufgrund der recht geringen Anforderungen an Bilder ist Digitalstock durchaus auch Einsteigern zu empfehlen. Die großen Umsätze mache ich dort aber nicht was, vielleicht an meinen Motiven liegt. Die Verkäufe sind aber durchaus regelmäßig, so dass der Aufwand insgesamt schon lohnt.

Schutterstock

Name: Shutterstock
Preiskategorie: Microstock
Bezahlsysteme: Abosystem
Beschreibung:
Shutterstock gehört zu den renomiertesten US-Microstock-Bildagenturen. Auch sie lebt wie Fotolia von massenhaften Verkäufen zu kleinen Preisen. Viel verdienen Sie pro Bild also nicht und müssen schon entsprechend viele Bilder verkaufen. Ihr Fotografenanteil hängt auch vom Erfolg und der Anzahl Ihrer Bilder ab. Mit guten Bildern, lassen sich hier gute Umsätze erzielen. Die Anforderungen an die Qualität der Bilder sind jedoch sehr hoch und nicht immer nachvollziehbar. Bei zu schlechter Ablehnungsquote wird der Upload für einen Monat gesperrt. Meiner Meinung nach werden die Bilder maschinell geprüft, so dass die Ablehnungsgründe oftmals nicht nachvollziehbar sind. Die Webseite ist zwar auch in deutsch verfügbar, nicht alles ist aber fehlerfrei übersetzt und die Ablehnungsgründe werden nur englisch angegeben. Auch die Verschlagwortung muss in Englisch erfolgen, was die Sache doch sehr aufwändig macht. Verkauft werden neben Fotos auch Videos und Vektorgrafiken.

Bewertung:

Die technischen Anforderungen sind sehr hoch und stellen für viele eine echte Hürde dar. Wer es aber schafft, eine große Zahl bei Shutterstock zu platzieren, kann dort auch hohe Umsätze erzielen.

Pixmac

Name: Pixmac
Webseite: www.pixmac.de
Preiskategorie: Microstock
Beschreibung:
Pixmac ist eine recht neue Agentur, die jedoch schon über zahlreiche auch renomierte Partner-Agenturen verfügt. Die Bildpreise bewegen sich im Microstock-Bereich. Die Website ist sehr übersichtlich, der Support reagiert super schnell und nett. Erfahrungen über Verkäufe fehlen mir derzeit noch, weil ich an Pixmac lediglich über den Transfer meine Bilder von Polylooks geraten bin. Auch über die Anforderungen an das Bildmaterial kann ich derzeit noch nichts sagen. ich werde weiter berichten.
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