Schöne Kollagen erstellen – so geht’s

Tolle Kollagen von Hunden, Blumen, aber auch Food-Motiven sind voll im Trend, sei es auf Tassen oder als Leinwand oder Fototapete. Und es ist wirklich keine Kunst, sie aus ein paar gelungenen Fotos zu erstellen. Sie brauchen dazu nur ein geeignetes Bildbearbeitungsprogramm und sollten dieses bedienen können.

Die fertige Kollage

Die fertige Kollage

Was Sie benötigen:

  • Ein Bildbearbeitungsprogramm das Ebenen unterstützt.
  • Schön wäre, wenn die Ebenen auch mit Transparenzen versehen werden können.
  • Es muss Werkzeug zum Freistellen geben, bspw. ein „Radierer“-Werkzeug.

Hinweis

Nachfolgend werden die Schritte anhand von Adobe®-Photoshop gezeigt. Die gleiche Vorgehensweise funktioniert aber auch mit anderen Programmen, die die vorstehend genannten Eigenschaften haben.

Schritt 1: Auswahl der Bilder

Sie benötigen zunächst passende Bilder. Es sollten Bilder sein, die das gleiche Motiv aus verschiedenen Perspektiven zeigen, oder bei Menschen und Tieren diese in verschiedenen Situationen (Portrait, in Bewegung, Ganzkörperaufnahme …). Wenn die Bilder von den Farben zu stark abweichen bspw. mal warmes Licht, mal kaltes, sollten Sie die Farben der Bilder vorab etwas anpassen.

Tipp

Nehmen Sie 3, 5 oder mehr Bilder. Bei weniger als 5 Bildern sollte es eine ungerade Zahl sein, wenn es mehr werden, spielt das keine Rolle mehr. Allerdings wirken Kollagen mit mehr als 5 Bildern häufig auch sehr unruhig.

Bildauswahl für eine Kollage

Welche Größe bzw. Auflösung die Bilder haben sollten, hängt vor allem davon ab, welche Größe die fertige Collage haben soll.

Die Leinwand für die Kollage anlegen

Wenn Sie die Bilder gewählt haben, erstellen Sie in Ihrem Bildbearbeitungsprogramm ein neues leeres Bild. Dessen Größe muss für Ihr Ziel ausreichend sein. Für hochauflösende Drucke sollte die Auflösung schon etwas höher sein. Wenn Ihre Kollage zu groß wird, können Sie sie später immer noch verkleinern. Vergrößern führt aber immer zu Qualitätsverlusten.

Tipp

Sehr gut funktioniert es, wenn Sie die Maße des größten Bildes verdreifachen und dann eine Auflösung von 300 dpi (für Drucke) und von 72 dpi für Bildschirm-Nutzung verwenden. Wenn Ihr größtes Bild also eine Größe von 2000 x 3000 Pixel hat, erstellen Sie ein Bild mit 6000 x 9000 Pixeln und 300 dpi-Auflösung, wenn Sie davon bspw. eine Leinwand bedrucken möchten. So haben Sie genug Platz um alle Einzelbilder gut anordnen zu können.

Schritt 2: Die Einzelbilder einfügen

Nun fügen Sie die Einzelbilder in das neue, noch leere Bild ein, jedes davon in eine eigene Ebene. Bei Photoshop öffnen Sie dazu alle Einzelbilder gehen anschließend wie folgt vor:

  1. Aktivieren Sie eine Registerkarte mit einem Einzelbild.
  2. Wählen Sie „Auswahl/Alles auswählen“ aus.
  3. Wählen Sie „Bearbeiten/Kopieren“ aus.
  4. Wechseln Sie in die Registerkarte, in der sich die Kollage befindet.
  5. Wählen Sie „Bearbeiten/Einfügen“ aus.
  6. Schieben Sie das Bild mit der Maus etwas an die Seite, damit Sie später die Bilder alle im Blick haben. Das nächste Bild wird nämlich wieder mittig eingefügt.

 

Die eingefügten Bilder

Die eingefügten Bilder

 

 

Schritt 3: Die Bilder freistellen

Jetzt stellen Sie alle Bilder frei, die nicht das Hintergrundbild darstellen sollen. Wenn Sie eines dabei haben, dass einen ruhigen, unscharfen Hintergrund hat und der Hintergrund für die Kollage werden soll, sparen Sie diese Bild aus.

Tipp

Ich wähle als Hintergrund für die Kollage oft eines der Bilder, dupliziere die Ebene auf der es vorhanden ist, oder füge es ein weiteres Mal auf einer neuen Ebene ein. Aus diesem Duplikat vergrößere ich zum Schluss ein Detail, bspw. ein Auge und skaliere es auf die Größe der Kollage.

Zum Freistellen blenden Sie am besten alle Ebenen aus, bis auf die, die Sie gerade freistellen. In Photosphop klicken Sie dazu auf das Auge vor der Ebene in der Ebenenpalette.

Ebene ein- oder ausblenden

Wie Sie freistellen hängt von Ihrem Können, den Möglichkeiten Ihres Bildbearbeitungsprogramms und Ihrem Motiv und dem Hintergrund ab. In jedem Fall können Sie den Hintergrund mit dem „Radierer“-Werkzeug erst grob um das Motiv herum löschen und dann mit einer kleineren Werkzeuggröße für den Radierer und nicht ganz hartem Rand die Kontur Ihre Motivs nachzeichnen. Zum Schluss löschen Sie dann mit dem Radierer noch verbleibende Hintergrundbereiche.

Manuelles Freistellen der Kontur mittels Radierer

Auf diese Weise stellen Sie alle Einzelbilder frei. Kleine Bereich mit Hintergrund, vor allem wenn es Teile des Motivs abdeckt und das Motiv damit nicht vollständig wäre, wenn es freigestellt ist, lassen Sie einfach stehen. Sie müssen dann nur sehen, dass Sie diese Bereiche sinnvoll in die Montage einfügen.

Die freigstellten Einzelbilder

 

Schritt 4: Einzelbilder skalieren und übereinander legen

Markieren Sie nun einzelne Bilder der Kollage, indem Sie einen Rahmen darum ziehen und vergrößern Sie diese auf die benötigte Größe. In Photoshop können Sie dazu nach dem Markieren „Bild/Transformieren/Skalieren“ aus.

Tipp

Beginnen Sie am besten mit dem Bild das als Hintergrund dienen soll und vergrößern Sie es so, dass der gewünschte Ausschnitt in der Kollage sichtbar ist.

Wenn Sie das Hintergrundbild skaliert und positioniert haben, können Sie die Ebene über die Transparenz-Einstellung der Ebene leicht transparent schalten, damit der weiße Hintergrund durchscheint und die übrigen Bilder darauf gut zu erkennen sind. Ziehen Sie dazu den Schieberegler in der Ebenenpalette nach links. Alternativ können Sie die Ebenen, die nicht so kräftig erscheinen sollen, auch mit einer Einstellungsebene aufhellen oder den Kontrast reduzieren. Es gib vielfältige Möglichkeiten die Ebenen unterschiedlich zu gestalten, so dass sie nicht alle gleich kräftig auf den Betrachter wirken.

Ebenentransparenz setzen

Ebenso können Sie natürlich auch die Reihenfolge der Ebenen verändern, damit die Einzelbilder sich sinnvoll überdecken, wenn Sie sie aneinandergeschoben und skaliert haben.

Wenn Sie möchten, können Sie über der Hintergrundebene noch eine neue Ebene einfügen und mit einer passenden Farbe Ihrer Wahl füllen. Das ist allerdings nur dann notwendig, wenn Ihr Hintergrundbild nicht die ganze Fläche füllt.

Kollage aus verschiedenen Bildern

Der Zwischenstand, kurz vor einfügen der Schrift

Schritt 5: Die Schrift hinzufügen

Fügen Sie noch die gewünschte Schrift hinzu. In Photoshop wählen Sie dazu das Textwerkezug auf und klicken damit in das Bild. Dann geben Sie den Text über die Tastatur ein. Schieben Sie dann das Text-Objekt an die gewünschte Stelle, entweder direkt auf die Motive, dann aber mit einer Kontrastfarbe, damit sie lesbar bleibt oder in einem freien Bereich der Kollage. Wenn Sie möchten, können Sie der Schrift dann noch einen Schlagschatten hinzufügen. Dann erhebt sich der Schriftzug optisch etwas vor dem Bild.

Den Text eingeben

Damit ist die Kollage fertig! So einfach ist das.

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