Neuer Beitrag auf Akademie.de „Rechtsrisiko Facebook-Nutzung: Was darf man in sozialen Netzwerken?“

Auf Akademie.de ist ein neuer Betrag erschienen den ich zusammen mit meiner Schwester Dr. Dagmar Spona geschrieben habe.  Er befasst sich ausführlich mit den rechtlichen Risiken und Gefahren der sozialen Netzwerke und gibt Tipps für den praktischen Umgang damit.

Inhalt

Zum Beitrag

Impressumspflicht in sozialen Netzwerken

Ich bin doch immer wieder erstaunt, wie leichtsinnig mancher Facebook-Nutzer mit Rechten und Gesetz umgeht. Das Rechte Anderer verletzt werden, mehr oder weniger absichtlich ist eine Sache, aber dass insbesondere Betreiber von eindeutlig geschäftlichen und gewerblichen Facebook-Fanseiten sich offenbar gar nicht von den laufend zu lesenden Informationen über Massenabmahner und Impressumspflicht beeindrucken lassen, ist ein Hit.

Fast täglich ist auf Facebook zu lesen, dass wieder mal Facebook-Profile oder Facebook-Seiten wegen fehlerhaftem oder fehlenden Impressums abgemahnt worden sind und sogar Rechtsanwälte die massenhaft abmahnen damit vor Gericht gesiegt haben. Dennoch sind immer noch zahlreiche Seiten auf Facebook zu finden, die nicht ansatzweise ein gültiges Impressum haben.

Ich frage mich da ehrlich warum? jede Abmahnung die man erhält macht Stress, kostet Geld und Nerven und in der Regel kommen die Abmahnenden damit durch, denn sie mahnen keinen ab, bei dem sie sich nicht zumindest zu 99% sicher sind, dass das rechtlich durchsetzbar ist.

Es scheint daher wirklich Unwissenheit oder Ignoranz zu sein, was die Betreiber der entsprechenden Profile und Seiten dazu veranlasst trotz Abmahnwellen jegliche Aktionen bzgl. Impressum zu vernachlässigen. Oder ihnen ist Geld einfach ganz egal, weil bei ihnen entweder nichts zu holen ist oder sie zuviel davon haben.

Wer benötigt ein Impressum?

Jede Facebook-Seite und jedes Facebook-Profil das nicht ausschließlich privat verwendet wird, benötigt gem. TDG ein Impressum. Dazu zählen Seiten und Profile von:

  • Vereinen und Verbänden
  • Unternehmen
  • Selbständigen, Freiberuflern und Künstlern (auch im Nebenberuf)
  • Behörden, Stiftungen, gemeinnützige Organisationen

Auch „rein private“ Facebook-Profile können impressumspflichtig sein. Das hängt nämlich von den Inhalten ab. Wer es nur dazu nutzt, Inhalte auf seine gewerbliche Facebook-Seite zu posten, zu teilen oder regelmäßig auf seine Dienstleistungen oder Produkte aufmerksam macht, muss auch für ein Facebook-Profil ein Impressum erstellen.

Was hat im Impressum zu stehen?

Was genau im Impressum zu stehen hat, hängt von der Art des Beitreibers ab. Für Unternehmen in der Form einer juristischen Person gelten hier andere Anforderungen als für Vereine, Freiberufler und Behörden. In jedem Fall gilt aber, dass alle Informationen vorhanden sein müssen, die eine schnelle Kontaktaufnahme ermöglichen und den Inhaber eindeutig identifizieren. Das sind mindestens:

  • vollständige, ladungsfähige Adresse
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Angaben zu Inhaber/Geschäftsführer
  • falls vorhanden Umsatzsteuer-ID und/oder Umst.-Nr.
  • Registernummern (Vereinsregister, Handelsregister …)

Ganz einfach lässt sich ein Impressum auf der Seite www.erecht24.de erzeugen.

 Wie integriert man dieses in die Facebook-Seite?

Die Integration eines Impressums ist mittels Impressums-App möglich, die dann als App mindestens an vierter Stelle angezeigt werden muss und auch nur in Facebook-Seiten (nicht in Facebook-Profilen) integriert werden kann. Diese gibt es teilweise auch kostenlos, zum Beispiel hier, bei der Anwaltskanzlei Lampmann, Haberkamp und Rosenbaum.

Darüber hinaus sollte man einen Link (für das vollständige Impressum reicht der Platz nicht) auf das Impressum der eigenen Website oder einer anderen gültigen Seite im Internet, wo das Impressum zu finden ist,  im Info-Bereich der Seite unterbringen. Dieser ist aber abhängig von der Art der Seite, bspw. der Branche der die Seite zugeordnet ist, gar nicht sichtbar. Zur Not, sollten man den „Zweck“ der Seite ändern, um es anzeigen zu lassen. Dann ist aber wichtig, dass dem Link der Text „Impressum“ vorangestellt ist. Auch im Bannerbild oder dem Profilbild lässt sich das Impressum grafisch unterbringen und zusätzlich in Textform als Bildbeschreibung.

Die Verwendung ausschließlich im Bild ist nicht ausreichend. Das Impressum muss immer auch in Textform verfügbar sein, zumindest als Link auf eine Webseite mit den Impressumsangaben.

So könnten Impressumsangaben realisiert werden:

 

Was droht bei Missachtung der Impressumspflicht?

Eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung mit Unterlassungserklärung ist noch das kleinste Übel, teurer wird es, wenn Sie ein Ordnungsgeld gem. TDG zahlen müssen oder gegen die Unterlassungserklärung verstoßen und die vereinbarte Vertragsstrafe zahlen müssen. Sie müssen auf jeden Fall mit Kosten ab 500 EUR aufwärts rechnen. Ein Ordnungsgeld gem. TDG kann bis zu 50.000 EUR betragen. Mit einem fehlenden Impressum ist also nicht zu spaßen.

Tipp

Wie Sie ein gültiges Impressum in ihre Twitter, Google+ und Pinterest-Profile integrieren und welche Gefahren mit einem „rein privaten“ Facebook-Profil bestehen, lesen Sie in der Ausabe 4/2013 von „Social Media Aktuell„.

Tipp

Wenn Sie keine eigene Website haben auf der Sie Ihr Impressum unterbringen können, bietet sich die Nutzung von entsprechenden Dienstleistungen an. Die sind in jedem Fall preiswerter als eine Abmahnung.

Dokumente für den Export ins ePUB-Format formatieren

Wenn Sie heute professionelle E-Books erstellen möchten, kommen Sie am ePUB-Format nicht vorbei. Die meisten E-Books-Stores nehmen nur dieses Format an und noch dazu, nur fehlerfreie, das heißt standardkonforme Dateien. Auch wenn andere Dateien, von den meisten E-Book-Readern auch angezeigt würden.
Eine fehlerfreie ePUB-Datei zu erstellen, ist aber gar nicht so einfach, denn die größten Fehler machen Sie dabei schon, wenn Sie Ihr Dokument mit Word oder OpenOffice schreiben.

Grundlegende Vorgehensweise

Wenn Sie ein E-Book im ePUB-Format erstellen möchten, geht das in wenigen Schritten:

  1. Erstellen des Textdokuments mit Inhaltsverzeichnis
  2. Exportieren des Dokuments in das HTML-Format
  3. Optimieren der HTML-Datei
  4. Umwandeln der HTML-Datei mit den verknüpften Bildern in ein ePUB-Dokument
  5. Prüfen der ePUB-Datei auf Fehler

Hier werden nachfolgend Schritt 1 und 2 beschrieben.

Was unterscheidet ein ePUB-Dokument von einer PDF-Datei?

ePUB-Dokumente sind E-Book-Dokumente die speziell für E-Book-Reader konzipert sind. Es gibt keine „Seiten“ in Form von definierten Blättern mit einer bestimmten Größe. Eine Seite ist hier immer so groß, wie das Display des Lesegerätes Platz hat und der Nutzer kann die Schriftgröße nach seinen Bedürfnissen anpassen.

Das heißt folglich. Anders als in Dateiformaten, die für die Druckausgabe konzipiert sind, wie bspw. PDF gibt es natürlich auch keine Kopf- oder Fußzeile, keine definierte Seitebreite und folglich auch keinen Seitenzahlen. Das hat verschiedene Folge für den Aufbau Ihrer Dokumente.

  • Querverweise auf bestimmte Seiten lassen sich nicht realisieren
  • Fußnoten können maximal als Endnoten für das Dokument realisiert werden.
  • Inhaltsverzeichnisse dürfen nur als Hyperlinks aber nicht mit Seitenzahlen versehen werden.
  • ein Index ist sinnlos

Formatierungen, auf die Sie verzichten sollten

Auch bestimmte Formatierungen sind in ePUB-Dateien nicht umsetzbar, da auf den meisten Geräten der Platz nicht ausreicht und das ePUB-Format auch keine Möglichkeiten bietet diese Formatierungen umzusetzen. Auf folgende Formatierungen sollten von vornherein verzichten:

  • Spaltensatz
  • komplexte Tabellen. Tabellen sind zwar generell möglich, werden aber nicht korrekt dargestellt, wenn sie zu breit für das Anzeigegerät sind.
  • Formeln, die Sie mit dem Formeleditor erstellt haben.
  • Zeichnungen und Zeichnungselemente in Word-Dokumenten
  • Linien, Rahmen, Umrandungen, Füllmuster, Farbverläufe, Farbfüllungen von Absätzen und anderen Elementen.
  • hoch- und tiefgestellte Zeichen, Fußnotenzeichen, Fußnoten

Einige der Formatierungen, wie Schriftfarbe, kursiven oder fetten Schriftsatz, Schriftgröße und auch Unterstreichungen, Rahmenlinien etc. können Sie später dem Dokument wieder hinzufügen udn diese werden dann in der fertigen ePUB-Datei auch angezeigt. Dazu müssen Sie aber nach dem Export aus Ihrer Textverarbeitung die exportierte Datei anpassen.

Tipp

Komplexe Formatierungen und Elemente können Sie alternativ als Grafiken einbinden, wenn Sie nicht darauf verzichten möchten. Machen Sie aus einer Formel bspw. einfach eine Grafik und binden Sie diese dann als Grafik in das Dokument ein.

Wie sollte ein optimales Dokument für den Export in das ePUB-Format aussehen?

Am besten verwenden Sie in Ihrer Textverarbeitung leidiglich Absatzformate wie Überschrift 1 bis Überschrift 6, das Format „Standard“ oder „Absatz“ für den normalen Fließtext und bei Bedarf Aufzählungen und Listen ohne weitere Formatierungen.

Wenn Sie innerhalb des Fließtextes etwas hervorheben möchten, bspw. Fett oder kursiv, sollten Sie dazu entsprechende Zeichenformate zuweisen.

Mehr Formatierungen sind gar nicht notwendig, denn alle anderen gingen ohnehin beim Export verloren, bzw. können nicht sauber aus Word und OpenOffice  exportiert und in das ePUB-Dokument übernommen werden.

Bilder einfügen

Bilder können Sie in allen webtauglichen Formaten verwenden. Optimal sind JPG-Bilder. Generell sollten die Bilder eine 2 Millionen Pixel nicht überschreiten. Breite x Höhe in Pixel muss also kleiner als 2 Millionen sein.

Die Kompression sollte recht hoch sein, damit Sie insbesondere bei vielen Bildern keine riesige ePUB-Datei erhalten. Allerdings können Sie die Bilder auch nach dem Export aus Ihrer Word-/OpenOffice-Datei noch verkleinern un komprimieren. Das muss nur vor dem Erzeugen der ePUB-Datei geschehen.

Tipp

Word speichern Zeichnungen und andere grafische Elemente beim Export in HTML ohnehin als externe Grafiken und verknüpft die, so dass Sie nach dem Export die so erzeugten Bilder optimieren sollten und nicht vor dem Export.

Möchten Sie Bilder einfügen, sollten Sie imk Dokument speichern UND damit verknüpfen und diese auf einer LInie mit dem Text einfügen, also weder hinter oder vor den Text setzen, noch von Text umfließen lassen.

Das Inhaltsverzeichnis

Beim Inhaltsverzeichnis ist es wichtig, dass Sie für die Webanzeige Hyperlinks anstelle von Seitenzahlen aktivieren und das Inhaltsverzeichnis aus den Überschriften-Ebenen erzeugen, nicht aus Verzeichniseintragsfeldern.

Achtung

Verzeichniseintragsfelder und Index-Felder im Word-Dokument verursachen Fehler in der ePUB-Datei. Wenn sich diese im Dokument befinden, sollten Sie sie entweder löschen oder später bei der Bearbeitung des HTML-Exports entfernen.

Der Export

Wenn Sie das Dokument fertig haben, speichern Sie es als HTML-Datei. Wenn Ihre Word-Version die Möglichkeit „HTML gefiltert“ anbietet, verwenden Sie die. Sie erhalten dann eine HTML-Datei mit einem Unterordner, in dem sich die Bilder befinden. Diese HTML-Datei und die Bilder müssen Sie anschließend noch optimieren. Das ist nicht unaufwändig und Sie benötigen dazu in jedem Fall gute HTML-Kenntnisse. Falls Sie noch keine HTML-Kenntnisse haben, können Sie sich diese unter Umständen mit dem gerade erschienenen E-Book: HTML & CSS-Schnellkurs beschaffen. Erhältlich für 6,49 EUR.

Sie benötigen Hilfe beim Erstellen der ePUB-Datei?

SEO für Bilder: Suchmaschinen-Erfolg mit Fotos und Grafiken

Neuer Artikel bei Akademie.de

Als Fotograf, Grafikerin oder sonst „visuell Kreativer“ wollen Sie Ihre Website und Ihre Bilder bei Google und Bing auf den vorderen Plätzen sehen. Und natürlich müssen die Bilder bei den Suchbegriffen erscheinen, die Auftraggeber und Kunden eingeben. Schließlich leben Sie als „visuell Kreativer“ davon, mit Ihren Bildern im Internet präsent zu sein – als Werbung und als Referenz für Kunden.

Helma Spona zeigt Ihnen in diesem Leitfaden, was Sie dafür tun können, um Ihre Bilder in den Suchmaschinen nach vorn zu bringen: Indem Sie die Bilddateien selbst, das Textumfeld, die Struktur Ihrer Website und die Verlinkung optimieren, sorgen Sie dafür, dass Ihre Werke von den richtigen Leuten gefunden werden.

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Neuer Artikel bei Akademie.de zum Thema „Urheberrechtsverletzungen im Internet“

Auf Akademie.de ist ein neuer Artikel erschienen: „Urheberrechtsverletzungen bei Bildern: Vorbeugen, Beweise sichern, entschlossen reagieren„.

Bilderklau im Internet ist ein Delikt, das viele immer noch als „Lappalie“ abhaken. Es ist ja auch ganz einfach, sich bei fremden Bildern zu bedienen.

Für Fotografen, Illustratoren und andere Rechte-Inhaber bedeutet der Diebstahl Ihrer Bilder aber schnell großen Umsatzverlust bis hin zur Existenzbedrohung. Dazu kommt der Ärger über die dreiste Selbstbedienung.

Als Fotograf oder Inhaber der Urheberrechte müssen Sie den Foto-Diebstahl nicht einfach hinnehmen. Dieser Leitfaden zeigt, was Sie dagegen tun können:

  • durch Maßnahmen, die von vornherein den Bilderklau weitgehend verhindern,
  • dadurch, dass Sie die Täter erwischen und erfolgreich Schadenersatz einfordern.

Wir liefern Ihnen eine praktische Anleitung, wie Sie Fotodiebstahl verhindern und bereits erfolgten Bilderklau nachweisen und verfolgen können: mit einfachen nachvollziehbaren Bildbearbeitungen und vielen praktisch umsetzbaren Tipps, mit Muster-Texten und einer Checkliste für den Ernstfall. Und als erstes wird mit den typischen Ausreden aufgefräumt.

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Artikel zu Windows und Windows Vista

Bei Akademie.de habe ich mehrere Online-Beiträge veröffentlicht auch welche zu Windows, nämlich:

Bilder verwalten mit Windows Vista

Wenn Sie Ihre Digitalkamera fleißig nutzen, kennen Sie das Problem bestimmt: Die Bilder auf der Festplatte nehmen überhand. Es ist sehr schwer, ein bestimmtes Bild in der Menge wiederzufinden. Viele der Bilder liegen quer, bei manchen müssten Helligkeit oder Sättigung korrigiert werden.

Für all das gibt es in Windows Vista eine Lösung, ohne dass Sie Zusatz-Software brauchen: Vista bietet Ihnen eine ganze Reihe von Funktionen und Programmen zur Bilderverwaltung und Bildbearbeitung. Wenn Sie diese Funktionen kennen, wird bei der Verwaltung und Archivierung der Fotos, bei der Suche nach Bildern auf Ihrer Festplatte und bei schnellen Korrekturen und Bearbeitungen in Zukunft vieles einfacher.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Fotos und Bilder auf Ihrer Festplatte mit Windows Vista organisieren und sortieren, drehen und korrigieren sowie schnell ausdrucken und verschicken.

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Drucker-Tipps für Windows-Nutzer

Genervt vom nervenzehrenden Kleinkrieg gegen die Technik, sobald der Ausdruck auch nur ein wenig vom Üblichen abweicht? Weigert sich Ihr Drucker, das zu tun, was er soll? Sie müssen ihn jedesmal mit vielen Klicks umständlich bitten, bis das Drucken so verläuft wie gewünscht?

Drucken unter Windows ist eigentlich gar nicht schwer. Leider wissen viele Anwender nicht, dass Sie sich das Leben mit ein paar kleinen Tipps & Tricks viel leichter machen können. Ein Beispiel: Sie können zum Beispiel

  • Drucker mit bestimmten Voreinstellungen für den schnellen Zugriff als Kopie ablegen,
  • das Drucken ganz simpel mit Drag & Drop starten,
  • das Ausdrucken eines besonders wichtiges Dokument vor die anderen Druckaufträge setzen, die auch schon warten.

Alle diese Tricks – und noch einige mehr – erfahren Sie in diesem Beitrag. Außerdem geben wir Ihnen in knapper, anschaulicher Form eine Einführung in die Logik der Druckeinstellungen bei Windows.

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Weitere Artikel bei Akademie.de

Artikel zur Food-Fotografie und zum Food-Styling

Bei Akademie.de sind mehrere Beiträge zur Food-Fotografie und zum Food-Styling erschienen. Es geht dabei um Basics und Grundlagen zur Food-Fotografie, wie Sie also Fleisch, Gemüse und Getränke anrichten.

Food-Fotografie: Speisen, Gerichte und Getränke ansprechend und professionell fotografieren

Food-Fotografie ist ein Bereich der Fotografie, den wirklich jeder kennt, selbst wenn er den Begriff selbst nie gehört hat. Wer wurde nicht schon mal durch superlecker wirkende Fotos in Kochbüchern und Zeitschriften zum Nachkochen oder Kaufen bewogen und hat sich dann gewundert, dass das eigene Ergebnis bzw. das tatsächliche Produkt dem Foto nicht mal nahe kam?
Was dagegen nicht jeder kennt, sind die Techniken und das Know-how, die für solch perfekte Aufnahmen von Speisen und Getränken nötig sind.

Der Begriff „Food“-Fotografie kommt aus dem Englischen, „Food“ lässt sich übersetzen mit „Nahrungsmittel“. Wie der Name vermuten lässt, beschäftigt sich die Food-Fotografie mit dem Fotografieren von Nahrungsmitteln. Einen gängigen deutschen Ausdruck gibt es dafür nicht.

Food-Fotografie besteht aber keineswegs nur daraus, eine Tomate auf ein Küchenbrett zu legen, das Ganze zu beleuchten und auf den Auslöser zu drücken. Food-Fotografie ist vielmehr tatsächlich eine Kunst (im weitesten Sinne): Je nach Einsatzzweck des Bildes geht es nicht vorrangig darum, die Wirklichkeit möglichst exakt wiederzugeben, ganz im Gegenteil.

Erfolgreiche Food-Fotos haben ganz oft mit der Realität recht wenig gemeinsam. Warum das so ist, wird Ihnen klarer werden, wenn Sie diesen Leitfaden gelesen haben.

Food-Fotografie gehört zu den anspruchsvollsten Bereichen der Fotografie und nach wie vor wird ein großes Geheimnis daraus gemacht. Dabei gelingen Food-Aufnahmen auch, wenn Sie als ambitionierter Hobby-Fotograf sich einige Tipps und Tricks angeeignet haben. Was Sie brauchen, um selbst in die Food-Fotografie einzusteigen, wie Sie Ihre Speisen und Gerichte präsentieren, dekorieren und sie richtig in Szene setzen, das erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

Aber auch die rechtlichen Fallstricke, die Sie beachten müssen, wenn Sie Ihre Fotos veröffentlichen möchten, werden behandelt.

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Der Inhalt

  1. Voraussetzungen
  2. Einsatz- und Verdienstmöglichkeiten, Rechtsaspekte
  3. Typische Probleme und ihre Lösung
  4. Stilrichtungen
  5. Dekomaterial
  6. Die fotografische Umsetzung
  7. Ausblick

Food-Fotografie in der Praxis: Wie fotografiere ich ein Brathähnchen?

Ein lecker wirkendes Brathähnchen zu fotografieren, ist gar nicht mal so einfach. Unser Praxisleitfaden für Food-Fotografen verrät Ihnen, wie Sie die Aufnahme so hinbekommen, wie hier gezeigt:

Damit das Hähnchen am Ende gut aussieht, muss man doch schon mehr Aufwand betreiben, als man dem Bild auf den ersten Blick ansieht.

Die Probleme mit dem „Motiv Brathähnchen“

Ein Hähnchen aufzunehmen, das stellt Sie als Fotografen – neben den Problemen, die es allgemein mit dem Fotografieren von Fleisch gibt – vor besondere Herausforderungen. Vor allem zwei Probleme müssen Sie lösen:

  • Das gebratene Hähnchen sieht im Backofen noch schön prall und cross gebraten aus. Nach wenigen Sekunden unter kälteren Zimmertemperaturen fällt es jedoch ein. Dadurch bekommt die Haut Dellen und Falten, die sehr unschön wirken.
  • Backen Sie das Hähnchen mit niedrigeren Temperaturen, fehlt ihm häufig die Farbe. Bei höheren Temperaturen (200 °C und höher) verbrennen jedoch viele Gewürze, wie z. B. Paprika. Das führt zu dunklen Sprenkeln und Flecken auf der Haut. Auch das sieht unschön aus.

So zeigen sich die typischen Probleme: Zu dunkle Stellen auf der Haut, ungleichmäßige Bräunung, eingefallene Stellen und Falten auf der Haut. Und auch farblich ist das Bild nicht gerade ein Hingucker.

Diese Probleme – Falten, eingefallenen Haut und ungleichmäßige Farbe – lassen sich zwar lösen, indem Sie einfach ein rohes Hähnchen einfärben. Aber das Ergebnis ist auch nicht sonderlich ansprechend: Man erkennt auf den ersten Blick, dass das Hähnchen roh und nicht gebraten ist.

Sie müssen also im Prinzip mehrere Teilprobleme lösen:

  1. Das Hähnchen soll prall und saftig (nicht eingefallen) aussehen.
  2. Das Hähnchen darf nicht roh wirken. Es darf aber auch nicht fertig gebraten sein (siehe oben).
  3. Das Hähnchen muss eine goldgelbe Farbe haben, mit einer gleichmäßigen Bräunung.

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Der Inhalt

  1. Benötigte Utensilien
  2. Einkaufen
  3. Fleisch vorbereiten
  4. Deko und Hintergrund
  5. Varianten

Food-Styling für die Food-Fotografie: Essen fürs Fotografieren professionell anrichten

Beim Food-Styling geht es um die optische Vorbereitung und Aufbereitung von Speisen, Getränken und Gerichten für die Food-Fotografie.

Manchmal hilft Food-Styling nur der Natur auf die Sprünge und gleicht Probleme aus, die erst durch die Fotografie entstehen – etwa, wenn die Hitze der Beleuchtung Eiswürfeln schmelzen oder Kräuter welken lässt. In anderen Fällen wird ganz gezielt auf künstliche Produkte gesetzt, die optisch besser und leckerer wirken als die natürlichen. Food-Styling reicht von künstlichen Kondensationstropfen an Gläsern bis hin zur Nachbildung von Speiseeis aus Frischkäse oder künstlichen Stoffen. Auch Lebensmittelfarbe kommt häufig zum Einsatz, etwa um gegrilltem Fleisch die richtige Farbe zu verpassen.

Food-Styling ist aus der modernen Food-Fotografie kaum wegzudenken. Die Menschen stellen immer höhere Anforderungen an die Optik von Lebensmitteln, Getränken und Gerichten.

Dies müssen auch moderne Food-Fotografen berücksichtigen. Sie merken das schon, wenn Sie versuchen, ein Gericht aus einer Zeitschrift nachzukochen, weil es so lecker aussieht. Das Endergebnis auf Ihrem Teller hat oft kaum noch Ähnlichkeit mit dem Bild. Das hat definitv nicht mit Ihrem Können am Herd zu tun: Es liegt einfach daran, dass Food-Stylisten sich seeeeehr große Mühe geben, ein perfektes Ergebnis zu erreichen – und das ist ohne Tricks kaum möglich.

Nicht Realität ist also in der Food-Fotografie gefragt, sondern perfektes Aussehen: Gerichte oder Gemüse mit tollen Farben, die frisch und knackig wirken. Das ist gerade bei gekochten Speisen nicht einfach und lässt sich fast nur mit Tricks, künstlichen Nachbauten und Ersatzstoffen erreichen. Food-Fotos sollen schließlich fast immer einen gewissen Werbeeffekt entfalten. Das geht eben nur, wenn die abgebildete Speise optisch einwandfrei aussieht – danke Food-Styling.

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Der Inhalt

  1. Den Geschmack des Verbrauchers treffen
  2. Food-Styling: Ziele und Zeitaufwand
  3. Food-Styling: Grundlagen
  4. Ausblick

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Neuer Artikel zum Thema „Haustierfotografie“

Bei Akademie.de ist ein neuer Artikel zum Thema „Haustierfotografie“ erschienen. Es geht dabei sowohl um technische Aspekte, Kameratechnik- und Ausstattung, Beleuchtung, als auch um Motivation der Modelle und den tiergerechten Umgang.

Aus dem Inhalt

  1. Einsteigerausstattung
  2. Professionelle Ausstattung
  3. Umgang mit dem „Motiv Tier“
  4. Außenaufnahmen
  5. Studioaufnahmen
  6. Tierfotos bei Bildagenturen verkaufen

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