Tipps und Tricks zu VBA

VBA: Ausführen von Makros unter Office 2000 und höher


Aufgrund der immer größer werdenden Virengefahr werden Dateien mit Makros in Office 2000 und höher (bzw. Access 2003 und höher) nicht mehr standardmäßig mit mittlerem Virenschutz ausgeführt, bei dem nachgefragt wird, ob Makros aktiviert werden sollen. Haben Sie keinen unterstützten Virenscanner installiert, hat Office nach der Installation den Virenschutz auf „hoch“ eingestellt. Damit werden alle Makros ohne Rückfrage deaktiviert. Wenn Sie VBA-Programmierung in einigen Dateien nutzen möchten, müssen Sie den Virenschutz über Extras/Makro/Sicherheit auf „mittel“ einstellen.

VBA 6.0: Zeichen innerhalb von Zeichenketten ersetzen

Neu in VBA 6.0 ist die Funktion Replace. Sie ist ganz hilfreich, bspw. wenn Sie in einer Zeichenkette einzelne Zeichen ersetzen möchten.

Sie können damit bspw. ein Dezimalkomma in einer Zeichenkette durch einen Dezimalpunkt ersetzen, indem Sie die Funktion wie folgt aufrufen:

replace("10,75",",",".")

Als ersten Parameter übergeben Sie die Zeichenkette, als zweiten das zu suchende Zeichen und als drittes das Zeichen, das das zu suchende Zeichen ersetzen soll. Sowohl der zweite als auch der dritte Parameter können aber auch mehrere Zeichen enthalten und dürfen unterschiedlich lang sein.

VBA 6.0: Endlosschleifen nutzen

Trotz der Objektorientierung von VBA und der damit einhergehenden Unterstützung von Ereignissen gibt es immer noch Einsatzbereich für Endlosschleifen. Problematisch sind solche Schleifen nur dann, wenn sie ungeschickt verwendet werden, weil Sie dann dazu führen, dass die Anwendung nicht mehr reagiert, weil die Anwendung ausschließlich mit der Ausführung der Schleife beschäftigt ist. Sie können das vermeiden, indem Sie innerhalb der Schleife die Anweisung DoEvents verwenden. Sie sorgt dafür, dass zwischendurch eintretende Ereignisse, wie Benutzereingaben abgearbeitet werden. Eine solche Schleife könnte bspw. wie folgt aussehen:

Sub test()
Do
'HIER STEHEN DIE SCHLEIFENANWEISUNGEN
DoEvents
Loop
End Sub

VBA: Schrittweite in for-Schleifen

In For-To-Next-Schleifen können Sie nicht nur Anfangs- und Endwert der Schleife bestimmen, sondern auch die Schrittweite, in dem Sie die optionale Angabe Step verwenden. Möchten Sie bspw. nur Gerade Zahlen als Werte für die Zählvariable verwenden, muss die Schleife dazu wie folgt aussehen.

For I=2 to 10 Step=2
...
Next I

Schutz vor Viren

Es gibt verschiedene Verhaltensweisen, die Ihnen helfen sich auch ohne Firewall und teure Virenscanner weitestgehend vor E-Mail-Viren und Würmern zu schützen:

  • Löschen Sie E-Mails, wenn Sie sie von einem Absender bekommen, von dem Sie keine E-Mail erwarten oder den Sie gar nicht kennen und leeren Sie hinterher auch den Papierkorb.
  • Klicken Sie niemals wahllos auf Links in E-Mails.
  • Öffnen Sie keinen Anhand einer E-Mail, wenn Sie nicht einen Anhang von diesem Empfänger erwarten
  • Vor allem bei folgenden Dateitypen in Anhängen sollten Sie vorsichtig sein: EXE, VBS, JS, HTML, HTM sowie den Office 97/2000 Dateien.
  • Wenn Sie Excel 5/7 oder Office 97/2000 Dateien öffnen, die Sie per E-Mail bekommen haben, sollten Sie vorher unbedingt den Virenschutz des Programms aktivieren und mindestens auf „Mittel“ stellen. Deaktivieren Sie dann Makros, falls Sie danach gefragt werden und sehen Sie sich die Makros genau an, falls Sie Ahnung von VBA haben.
  • Verwenden Sie den Regelassistenten von Outlook oder Outlook Express um bekannt Viren vollautomatisch beim Download zu löschen.

Wenn Sie diese grundlegenden Regeln beachten, reduzieren Sie die Virengefahr schon erheblich. Ein aktuellen Virenscanner verbessert diesen Schutz noch, kann jedoch neue Viren in der Regeln nicht erkennen. Immerhin sind Sie damit vor den schon bekannten Viren geschützt.

VBA: Listenfelder leeren

Wenn Sie in UserForms Listenfelder verwenden, stellt sich oft das Problem, dass diese irgendwann geleert werden müssen. Dazu ist es nicht notwendig, dass alle Einträge einzeln gelöscht werden. Sie können die ganze Liste mit der Clear-Methode leeren. Vorausgesetzt das Listenfeld hat den Namen lstListe, können Sie den Inhalt mit lstListe.Clear löschen.

VBA: Objektvariablen deklarieren und verwenden

Wenn Sie in VBA Objektvariablen verwenden möchten, also Variablen die auf Objekte verweisen, sollten Sie diese natürlich auch deklarieren. Wichtig ist, dass diese Variablen vom Typ Object definiert wird. Dazu müssten die Deklaration z.B. wie folgt lauten:

Dim objVar As Object

Sie können jedoch auch eine bestimmte Klasse angeben, wenn Sie bereits wissen, welches Objekt die Variable später speichern soll. Die folgende Deklaration definiert z.B. eine Objektvariable der Klasse Range.

Dim objRange As Range

Diese Objektvariable kann dann nur Objekt vom Typ Range aufnehmen. Wenn Sie einer Objektvariablen einen Wert zuweisen möchten, müssen Sie dazu die Set-Anweisung verwenden. Die folgende Anweisung weist der Objektvariablen objRange die Zelle A1 des aktiven Excel-Tabellenblattes zu:

Set objRange=ActiveWorkbook.ActiveSheet.Range("a1")

Verweise erstellen

Wenn Sie programmübergreifende VBA-Anwendungen erstellen oder z.B. unter Excel Objekte von Word, PowerPoint oder Access nutzen möchten, gibt es da im Prinzip zwei Möglichkeiten. Die eine besteht darin, Sie definieren eine Variable als mit dem Datentyp Object und weisen ihm dann das von der CreateObject-Methode zurückgegebene Application-Objekt zu. Sie können dann alle Eigenschaften und Methoden des Application-Objekts nutzen. Allerdings müssen Sie dann die Objekte und Methoden auswendig kennen. Wenn Sie eine Variable nur vom allgemeinen Typ Object definieren, weiß IntelliSense nicht, welche Eigenschaften und Methoden das Objekt hat. Daher werden Sie auch nicht aufgelistet. Möchten Sie IntelliSense nutzen, müssen Sie dazu einen Verweis auf die entsprechende Objektbibliothek der anderen Anwendung erstellen. Dazu wählen Sie im Menü der IDE Extras/Verweise aus. Alle möglichen Objektbibliotheken werden nun in einem Dialog aufgelistet. Um einen Verweis darauf zu erstellen, aktivieren Sie einfach das Kontrollkästchen vor dem Eintrag. Wenn Sie z.B. in einer anderen Office-Anwendung Word nutzen möchten, aktivieren Sie den Listeneintrag „Microsoft Word 9.0 Object Library“. Nach Schließen des Dialogs mit OK steht die Objektbibliothek zur Verfügung. Sie könnten dann z.B. eine Objektvariable wie folgt definieren:

Dim objAppWord As Word.Application

Wenn Sie nun objAppWord gefolgt von einem Punkt eingeben, zeigt die IDE IntelliSense für das Word.Application-Objekt an. Neben der Verfügbarkeit der Programmierhilfen hat die Verwendung von Verweise noch einen Vorteil. Der Zugriff auf das Objekt, auf das die Objektvariable verweist, ist wesentlich schneller, wenn VBA der Type des Objektes bekannt ist. Sie können also gerade bei Verwendung vieler Objekte einen großen Geschwindigkeitszuwachs Ihrer Anwendung erreichen.

VBA: Office-Anwendungen starten

Wenn Sie bspw. aus Excel Word starten möchten, oder aus Access Excel starten möchten, gibt es dazu verschiedene Möglichkeiten, einmal die Shell-Methode und zum anderen die CreateObject-Methode. Letztere hat den Vorteil, dass Sie damit auch auf das Objektmodell der entsprechenden Anwendung zugreifen und diese mit VBA steuern können. Das funktioniert natürlich nur dann, wenn es sich um eine VBA-Hostanwendung handelt; Mit Shell können Sie jedoch jede beliebige Anwendung starten. Um mit CreateObject eine Anwendung zu starten, benötigen Sie lediglich deren Klassenbezeichnung. Folgende Anweisung startet z.B. Word 97:

Set WWApp=CreateObject("Word.Application.8")

WWApp ist eine Variable vom Typ Object oder Word.Application. Wenn Sie sie als Word.Application definieren möchten, müssen Sie dazu einen Verweis auf die Objektbibliothek von Word einrichten. Die Variable verweist nun auf das Application-Objekt von Word und Sie können nun dessen Methoden verwenden. Mit WWApp.Quit können Sie z.B. Word beenden.

Tabelle 1: Klassennamen der Office-Anwendungen
Klassen-Name Anwendung
Word.Application Word
Excel.Application Excel
Access.Application Access
PowerPoint.Application PowerPoint
Outlook.Application Outlook

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Tipps und Tricks zu Excel

Die Arbeit mit Excel ist oft mit Zellfunktionen, Formeln und VBA verbunden. Daher finden Sie den größten Teil der Excel-Tipps auch in der VBA-Rubrik.

Excel 95 und höher: Arbeitsmappen per Mausklick aus Arbeitsmappenvorlagen erzeugen

Nicht immer ist es notwendig, eine Arbeitsmappenvorlage („*.xlt“) in das Vorlagenverzeichnis zu kopieren, um daraus neue Arbeitsmappen zu erzeugen. Es genügt, im Arbeitsplatz oder Explorer mit der rechten Maustaste auf die Datei zu klicken und dann „Neu“ aus dem Kontextmenü auszuwählen. Alternativ können Sie auch einen Doppelklick auf die XLT-Datei ausführen.

Excel: Zeilen fixieren

In längeren Tabellen ist es oft sehr mühsam, Daten einzugeben, weil die Spaltenbeschriftungen nicht sichtbar sind. Das können Sie abstellen, indem Sie die Zeile mit den Spaltenbeschriftungen fixieren. Markieren Sie dazu die Zeile unterhalb der Zeile mit den Spaltenbeschriftungen und wählen Sie Fenster/fixieren aus dem Menü aus.

Excel: Zahlen als Texte in Zellen eingeben

Wenn Sie in Excel Werte in Zellen eingeben, richtet Excel sie automatisch aus, je nachdem ob es sich um Zahlen oder Text handelt. Wenn Sie Zahlen in eine Zelle eingeben möchten, die wie Text behandelt werden soll, können Sie das erreichen, indem Sie ein Hochkomma ‚ vor die Zahl setzen. Dieses kennzeichnet die Zahl als Zeichenkette.

Excel: Verwendung der Wenn-Funktion

Wenn Sie in einer Tabelle eine Liste berechnen, bspw. die Rückzahlung eines Kredites und nicht wissen, wie viele Zeilen notwendig sind, ist es ganz nützlich in den berechneten Zellen nur dann einen Wert auszugeben, wenn dieser eine Bedingung erfüllt. Eine solche Bedingung könnte z.B. sein, dass der berechnete Wert ungleich als 0 ist. Dazu fügen Sie in die Zellen die Wenn-Funktion ein. Die Syntax der Funktion lautet: =Wenn(Bedingung;Formel Ja-Zweig; Formel Nein-Zweig)>

Möchten Sie bspw. in der Spalte C: die Differenz der Spalten A und B berechnen und diese nur dann ausgeben, wenn Sie ungleich 0 ist, müssten Sie in Spalte C folgende Formel eingeben:

=WENN(A1-B1<>0;A1-B1;"")

Die Formel berechnet also zunächst A1-B1 und prüft, ob dieser Wert größer als 0 ist. Wenn ja, wird die Formel A1-B1 berechnet und zurückgegeben. Wenn nicht, wird eine leere Zeichenkette „“ zurückgegeben. Der Rückgabewert der Funktion ist gleichzeitig der Wert der Zelle.

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