Meine schönsten Fotos jetzt auch als Kalender

Ab sofort gibt es meine schönsten Bilder, von der Landschaftaufnahme über Makros oder Food-Aufnahmen als Kalender, zu bestellen direkt beim Verlag oder über den Buchhandel. Die ersten Kalender sind online und bestellbar in Formaten von A5 bis A2.

Kalender „Hollands Moore“, Panoramaaufnahmen

Kalender „Lecker und satt durch das Jahr“

Kalender: „Blätter im laufe des Jahres“

Kalender: „Pflanzen und Tiere – Schönheiten in Hollands Mooren“

Kalender: „Kräutervielfalt“

Und hier können Sie die Kalender bei Interesse bestellen.

Neues E-Book: Richtig schöne Hundefotos!

Cover - E-Book: Richtig schöne Hundefotos - so kann das Jeder!

 Richtig schöne Hundefotos – So kann das Jeder!

Sind Sie auch oft enttäuscht von Ihren Hundebildern? Wenn sie dann gemacht sind, und Sie vergleichen sie mit anderen tollen Hundebildern kommen Sie ihnen irgendwie weniger schön vor, obwohl natürlich das Motiv, Ihr Hund, schon ein toller, schöner Hund ist? Nur auf Ihren Fotos kommt das nicht gut rüber?

Das liegt oft nur an ganz wenigen kleinen Fehlern und Ihrer Art zu fotografieren und lässt sich mit wenig Aufwand ändern. Dann schaffen Sie es auch, mit einer minimalen Kameraausrüstung tolle Bilder von Ihrem Liebling zu machen, die sich nicht hinter denen professioneller Fotografen verstecken müssen.

In diesem kleinen E-Book erfahren Sie auf 49 Seiten, wo die Fehler lauern und wie Sie mit wenigen Änderungen professionelle und schöne Fotos von Ihrem Hund machen können, ohne teure Ausrüstung und ohne viel Aufwand.  Was hier allerdings nicht thematisiert wird, sind Studiofotos, weil diese

Und wenn die Bilder immer noch nicht perfekt gelingen, manchmal ist das wirklich situations- oder motivbedingt sehr schwer, hilft etwas Bildbearbeitung. Auch damit können Sie ohne viel Fachwissen eine Menge an Ihren Bildern optimieren. Wie erfahren Sie in einem separaten Kapitel zum Thema Nachbearbeitung.

Die Tipps gelten, sofern nicht Anderes ausdrücklich angegeben wird, unabhängig von Ihrer Kamera und dem Kameratyp. Im Zweifel heißt das aber, Sie sollten sich mit der Bedienung Ihrer Kamera gut auskennen, damit Sie die angegebenen Tipps auch umsetzen können, denn hier kann natürlich nicht für jede Kamera eine Schritt-für-Schritt-Anleitung folgen, die ihnen bspw. erklärt, wie Sie Blende und/oder Belichtungszeit einstellen.

Mit diesem E-Book stellen Sie mit wenig Aufwand die gänigen Fehler bei der Fotografie von Hunden ab, die weitgehend verantwortlich für schlechte Ergebnisse sind. Sie werden sehen, im Handumdrehen sehen Ihre Bilder aus, wie vom Profi.

Wo gibt es das E-Book?

Inhalt

  • Vorwort
  • Technische Voraussetzungen
    • Kamera
    • Spiegelreflexkameras
    • Allgemeines zu Kompakt- und Bridgekameras, sowie MFT-Kameras
    • Einfache Kompaktkameras ohne Kreativprogramme
    • Gute Kompakt- und Bridge-Kameras incl. MFT-Kameras
    • Objektive und Zubehör
  • Wichtige Kameraeinstellungen
    • Das Motivprogramm „Sport“
    • Die „intelligente Automatik“
    • Porträtprogramm
    • Makroprogramm
    • Programmautomatik
    • Kreativ fotografieren mit Kreativprogrammen
    • Der richtige ISO-Wert
  • Bildgestaltung
    • Die richtige Perspektive: Von seriös bis lustig
    • Die richtige Brennweite
    • Hintergrundgestaltung
    • Bildaufbau und Bildausschnitt
  • Belichtung und Beleuchtung
    • Grundlegende Belichtungsregeln
    • Licht und Schatten
    • Blitzen, aber richtig!
    • Blitz als Aufhellblitz für Gegenlicht und dunkle Schatten
  • Schärfe ist nicht alles
  • Action- und Sportfotos
    • Probleme bei Action-Fotos
    • Bewegung durch Bewegungsunschärfe darstellen
    • Eingefrorene Bewegungen und perfekte Schärfe auf dem Motiv
    • Richtig scharf stellen
    • Die Belichtungszeit
  • Fotos doch noch retten mit Bildbearbeitung
    • Belichtung korrigieren durch aufhellen und abdunkeln
    • Sonne ins Bild
    • Nachschärfen wo Schärfe fehlt
    • Hintergründe optimieren
    • Besondere Effekte
  • Kollagen: Vom Foto zum kleinen Kunstwerk
    • Die grundlegende Vorgehensweise
    • Ein kurzes Beispiel

Rechtliche Rahmenbedingungen der Stockfotografie

Autor: Helma Spona
Betrifft: Digitalfotografie

Download: PDF

HINWEIS:

Nachfolgende Ausführungen sollen Sie nur auf die rechtlichen Problemfelder aufmerksam machen und Ihnen helfen die Augen offen zu halten und nicht in das nächste Fettnäpfchen zu treten. Bei konkreten Fragen sollten Sie sich an einen fachkundigen Anwalt wenden. Auch in verschiedenen Fotocommunities können Sie sich darüber austauschen, auch wenn Sie eine gültige und sachlich fundierte Beratung natürlich nur von einem entsprechenden Fachanwalt erwarten dürfen.

Fotografieren dürfen Sie zwar fast alles, ausgenommen sind hier vor allem militärische Anlagen und Flugzeuge von denen keine Fotos erlaubt sind. Ansonsten steht es Ihnen aber frei so ziemlich alles zu fotografieren. Aber da endet Ihre Freiheit auch schon. Was Sie mit den Bildern dann machen dürfen, ist eine ganz andere Sache.

Was darf man fotografieren und verkaufen?

Nicht jedes Bild, das Sie machen durften, dürfen  Sie auch kommerziell verwenden. Problematisch sind hier vor allem Bilder auf die eine oder mehrere der folgenden Bedingungen zutreffen.

  • Das Bild zeigt Personen, die erkennbar sind.
  • Das Bild zeigt Innenaufnahmen von Gebäuden.
  • Das Bild zeigt erkennbare Markennamen, Objekte oder Gebäude deren Design oder Architektur geschützt ist.
  • Das Bild zeigt Außenaufnahmen, die aber nicht von öffentlich zugänglichen Straßen und Wegen gemacht wurden.
  • Das Bild zeigt Kunstwerke oder andere anderweitig geschützte Objekte und Gebäude.

In allen diesen Situationen sind Rechte anderer Personen berührt, die im Zweifel vorgehen.

Rechtliche Grenzen der Vermarktung

HINWEIS

Aus diesem Grund achten auch die Redaktionen der Bildagenturen verstärkt darauf, dass die Bilder keine Rechte anderer verletzen. Es gibt einige Gebäude, deren Architektur geschützt ist, bspw. die Allianz-Arena in München oder auch der beleuchtete nächtliche Eifelturm, dessen Beleuchtung als nicht bleibendes Kunstwerk geschützt ist. Bilder mit diesen Motiven werden von vielen Agenturen nicht angenommen und aus rechtlichen Gründen abgelehnt. Ärgern Sie sich über solche Ablehnungen nicht. Seien Sie dankbar, dass die Agenturen Sie und natürlich. auch sich vor rechtlichen Konsequenzen schützen.

Grenzen gibt es also überall da, wo die Veröffentlichung Rechte anderer verletzt. Aber auch der Vertrag, den Sie mit den Bildagenturen schließen und wenn es nur die Zustimmung zu deren AGBs (Allgemeine Geschäftsbedingungen ) ist, kann die Möglichkeiten der Vermarktung einschränken.

Denken Sie immer daran, der Bildermarkt ist international. Selbst wenn es hier noch rechtens ist ein Foto zu veröffentlichen und zu verkaufen, kann es sein, dass dies in anderen Ländern nicht mehr rechtmäßig ist. Auch dann drohen Ihnen gegebenenfalls rechtliche Konsequenzen.

Persönlichkeitsrechte

Persönlichkeitsrechte berühren ein Foto immer dann, wenn auf ihm Personen zu sehen sind, die sich wiedererkennen können.
In fast allen Ländern hat aber jede Person das Recht selbst zu bestimmen, was mit Fotos geschieht, auf denen sie abgebildet ist. Sie dürfen daher solche Fotos nicht ohne Erlaubnis aller erkennbaren Personen veröffentlichen.

Eigentumsrechte

HINWEIS

Es gibt von dieser Regel aber eine Ausnahme. Bei Personen des öffentlichen Lebens, die mehr als nur regionale Bekanntheit haben, brauchen Sie keine Erlaubnis, vorausgesetzt Sie verletzen nicht bei der Aufnahme schon deren Privatsphäre, bspw., indem Sie sie im Urlaub außerhalb on öffentlichen Anlässen fotografieren. Fotos von Prominenten, die bspw. bei deren öffentlichen Auftritten entstanden sind, dürfen für die redaktionelle Verwendung angeboten werden, nicht aber für die Verwendung in der Werbung. Diese Bilder nehmen die Agenturen in der Regel auch ausschließlich für die redaktionelle Verwendung an.

Eigentumsrechte sind in vielen Bereichen berührt, also wenn Sie schon ein Privatgrundstück für eine Aufnahme betreten, oder wenn Sie gar innerhalb von Gebäuden fotografieren. Es gibt sogar Länder, in denen Haustieren, die als Haustiere und nicht als Nutztiere gehalten werden, etwas Ähnliches wie Persönlichkeitsrechte zugesprochen werden. In diesen Ländern müssen Sie auch die Erlaubnis des Hundehalters haben, wenn Sie ein Bild von dessen Hund verkaufen möchten. Mir ist aktuell aber nur eine Bildagentur bekannt, die das verlangt.

Im Allgemeinen gilt, dass Fotos von Privaträumen, Privatgrundstücken etc. nur verkauft werden dürfen, wenn der Eigentümer zustimmt.

HINWEIS

Problematisch ist hierbei, dass das Verbot die Fotos kommerziell zu verwerten oft nicht aus Aushängen etc. hervorgeht. Auch wenn bspw. in einem Zoo ein Schild hängt „Fotografieren erlaubt“, heißt das noch nicht, dass Sie diese Fotos kommerziell nutzen dürfen. Im Zweifel sollten Sie bei Museen, in Schlössern und Burgen, in Zoos und Tierparks vorsichtshalber nachfragen und sich die Erlaubnis gegebenenfalls schriftlich mit einem Property-Release-Vertrag bestätigen lassen.

Marken- und Urheberrechte und andere gewerbliche Schutzrechte



Marken und Urheberrechte, sowie Geschmacksmusterschutz können Sie in aller Regel nicht dadurch verletzen, dass Sie ein Bild davon machen, wohl aber, wenn Sie es kommerziell verwerten oder wenn es in der Werbung für Zwecke eingesetzt wird, die dem Markenimage schaden. Dazu ein Beispiel. Wenn Sie ein Foto haben, auf dem dick und fett das Windows-Logo sichtbar ist, weil bspw. auf dem Laptop-Bildschirm der Startbildschirm von Windows XP zu sehen ist. Dann ist das Foto allein nicht das Problem. Wenn aber ein Kunde das Foto erwirbt, es eventuell verfremdet und damit für Mac- oder Unix-Systeme wirbt, könnte Microsoft böse werden. Das Problem ist, Sie haben damit zwar die Markenrechte nicht verletzt, aber in den AGBs der meisten Bildagenturen wird den Kunden zugesichert, dass die Bilder frei von Rechten Dritter sind, das sie also auch für Werbezwecke verwendet werden können. Der Kunde kann im Zweifelsfall die Agentur in Regress nehmen und die wiederum Sie, weil Sie mit dem Upload den AGBs der Agentur zugestimmt haben und dort in aller Regel drin steht, dass Sie überhaupt nur Bilder hochladen dürfen, die frei von Rechten Dritter sind. Das ist das eigentliche Problem. Desweiteren ist es natürlich so, dass das Windows-Logo vielleicht nicht als Marke aber als Geschmacksmuster geschützt ist und dann würde schon das Foto selbst unabhängig von dessen Verwendung und Manipulation den Geschmacksmusterschutz verletzen.

Auch Fotografien von Objekten, deren Design geschützt ist, dürfen Sie nicht ohne Zustimmung des Rechteinhabers kommerziell verwerten. Dazu gehört bspw. der Triebwaagen des ICE, sowie einige Geschirrserien von Villeroy & Boch, was sicherlich für die Food-Fotografie von Bedeutung ist, aber auch zahlreiche Alltagsgegenstände, denen man das leider nicht ansieht.

Ähnliches wie für die Verletzung von Marken- und ähnlichen Schutzrechten gilt auch für die Verletzung von Urheberrechten. Dies kommt dann in Betracht, wenn Sie Gebäude und Kunstwerke fotografiert haben, deren Architektur als Kunstwerk geschützt ist. Bei exotischen Gebäuden und Gebäuden, die zeitweilig beleuchtet werden, sollten Sie daher vorsichtig sein.

Die rechtliche Grauzone

Einige Firmen, Vereine und Behörden legen die bestehenden Gesetze recht merkwürdig aus. Bspw. ist die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung, die unter anderem den Englischen Garten in München und das Schloss Neuschwanstein verwaltet, der Meinung, dass Fotografien von beiden Objekten nicht kommerziell verwertet werden dürfen. Und das, obwohl der englische Garten ein öffentlicher Park ist, der aus Steuermitteln finanziert wird und sich das Schloss Neuschwanstein auch von öffentlichem Grund aus fotografieren lässt und somit die Panoramafreiheit gelten müsste.

Ob das rechtlich zulässig ist, muss wohl erst ein entsprechendes höchstrichterliches Urteil bestimmen. Solange bewegen Sie sich in einer rechtlichen Grauzone, wenn Sie solche Bilder über Bildagenturen vertreiben. Sie sollten da also sehr vorsichtig sein.

Was hat es mit Property- und Modell-Release auf sich?

HINWEIS

Alle mir bekannten Agenturen, die mit PR und MR arbeiten, bieten auch entsprechende Muster zum Download an. Nicht bei allen Agenturen müssen Sie die Verträge aber mit den Bildern hochladen. Im Streitfall müssen Sie diese dann nur nachweisen können.

Immer dann, wenn der Vertrieb von Bildern nur mit Einwilligung einer anderen Person möglich ist, benötigen Sie eine schriftliche Erlaubnis, damit die Bildagenturen die Bilder annehmen.

  • Betrifft das Bild Eigentums-, Urheber und Markenrechte, benötigen Sie ein sogenanntes „Property-Release“ oft auch als „PR“ bezeichnet.
  • Bei Verletzung von Persönlichkeitsrechten benötigen Sie ein so genanntes Modell-Release , „MR“ genannt.

Die Tatsache, dass Sie für Personenfotos ein Modell-Release benötigen ist der Grund, warum People-Bilder bei den Bildagenturen so gefragt sind. Die meisten Modells aus der privaten Umgebung der Hobby-Fotografen, die auf den Bildern zu sehen sind, wie Kinder, Eltern, Geschwister und Ehepartner sind nicht bereit ein MR zu unterschreiben, weil bei Stock-Fotos natürlich keine Kontrolle darüber besteht für was die Fotos eingesetzt werden. Es könnte ja sein, dass das Bild auf Plakatwände gedruckt und im ganzen Land verteilt wird und dann für ein Produkt wirbt, mit dem sich die Person nicht identifizieren kann.

Professionelle Modells sind aber für den typischen Hobby-Fotografen zu teuer, dann lohnt das Ganze nicht mehr. Daher fallen vielfach die People-Motive die in Bildagenturen zu finden sind, bei Mode- und anderen Auftragsarbeiten ab, die dann zusätzlich über die Bildagenturen vertrieben werden.

In solchen Fällen lohnt es sich auf professionelle Modells zurückzugreifen und das ist auch der Grund, warum viele People-Bilder Menschen zeigen, die überdurchschnittlich gut aussehen. Es ist nicht so, dass nur solche Bilder gesucht werden. Immer wieder fragen Kunden auch Bilder bei den Agenturen an, bei denen ausdrücklich Menschen gewünscht werden, die „normal“ aussehen, wie die Frau oder der Mann von der Straße.

Einnahmen versteuern?

Tipp

Für den Fall, dass das Finanzamt aus welchen Gründen auch immer schon auf Sie aufmerksam wird, bevor Sie sich beim Finanzamt gemeldet haben, sollten Sie jederzeit belegen können, dass Sie „noch“ keine nennenswerten Gewinne erwirtschaften. Heben Sie daher alle Rechnungen Ihres Providers, alle Rechnungen von Objektiven, Kamera etc. auf, damit Sie jederzeit die Kosten den Einnahmen gegenüberstellen können. Wenn die Einnahmen dann steigen, sollten Sie rechtzeitig einen Steuerberater aufsuchen und sich beraten lassen.

Und eine „gute“ Nachricht zum Abschluss. Natürlich müssen Sie eigentlich auch Ihre Einnahmen aus den Bildern versteuern. Solange sich Ihre Bildverkäufe aber gerade am Anfang noch in dem Bereich bewegen, wo die auflaufenden Kosten nicht wesentlich überschritten werden ist das natürlich kein Problem. Wo nichts übrig bleibt ist auch nichts zu versteuern und das Finanzamt wird dies als „Liebhaberei“ verbuchen. Aber das Blatt kann sich schnell wenden und wenn Ihre Verkäufe mehr werden, sollten Sie darauf vorbereitet sein.

Ihre Rechte als Fotograf – das Urheberrecht

Es gibt aber nicht nur Rechte Anderer, die Sie beachten müssen, natürlich haben Sie auch als Fotograf Rechte, die gesetzlich geschützt sind. Jedes Bild, das eine gewissen Schöpfungshöhe erreicht, ist ein geistige Schöpfung und damit urheberrechtlich geschützt. Ob ein Bild als Schnappschuss gilt oder die erforderliche Schöpfungshöhe erreicht, hängt natürlich davon ab, wie gut das Bild ist. Dazu zählt aber nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die Idee. Als Leitfaden kann folgendes dienen:

  • Machen Sie ein Bild nach bestimmten Vorgaben und sind diese Vorgaben so eng, dass 10 Fotografen mit den gleichen Vorgaben auch zum gleichen Ergebnis kämen, ist das Bild sicherlich nicht als Kunstwerk anzusehen.
  • Kommen die 10 Fotografen aber zu unterschiedlichen Ergebnissen, ist jedes Bild ein individuelles geistiges Werk und damit geschützt.

ACHTUNG

Sie können Ihr Urheberrecht nicht abtreten, es erlischt auch erst 70 Jahre nach Ihrem Tod. Das Recht an den Bildern geht also auch auf Ihre Erben über. Wenn Sie also irgendwo lesen, dass Sie das Urheberrecht abtreten oder übertragen sollen, ist dies faktisch gar nicht möglich. Das einzige, was Sie übertragen können, sind die Verwertungsrechte des Bildes.

Aber wie gesagt, dass ist nur eine Leitlinie zur Orientierung. Im Streitfall muss sowas immer ein Gericht klären.

Ist ein Bild urheberrechtlich geschützt, liegt das Urheberrecht des Bildes bei Ihnen. Als Urheber können Sie bestimmen

  • wer das Bild für welche Zwecke verwendet
  • zu welchem Preis Sie die Verwendung des Bildes gestatten möchten

halten sich die Nutzer des Bildes nicht an Ihre Regeln können Sie Schadensersatz aus Urheberrechtsverletzungen geltend machen. In der Regel werden Sie damit vor Gericht Recht bekommen, wenn Sie die unrechtmäßige Verwendung des Bildmaterials nachweisen können.
In aller Regel übertragen Sie die Verwertungsrechte exklusiv oder nichtexklusiv an einen oder mehrere Kunden. Das kann eine Bildagentur oder ein Käufer sein, der ein Bild direkt bei Ihnen erwirbt.

HINWEIS

Bei einigen Agenturen können Sie die Preise frei oder in einem gewissen Rahmen selbst festlegen. Bei den meisten anderen, bestimmt die Agentur die Preise. Dabei macht es einen Unterschied zu welchen Lizenzbedingungen die Bilder vertrieben werden. Es gilt hier zwischen RF-Bildern (Royalty-Free) und RM-Bilder (Rights-Managed) zu unterscheiden, sowohl im Preis als auch bei den Rechten des Fotografen.

Wenn Sie Bilder über Bildagenturen vertreiben, sehen die Agenturverträge oder AGBs der Bildagenturen in der Regel vor, dass Sie der Bildagentur das Recht einräumen den Bildkäufern die Verwertungsrechte am Bild zu übertragen. Die Bildagenturen fungieren also wie ein Makler nur als Vermittler zwischen Ihnen als Urheber und den Kunden als Bildnutzer. In dem Moment in dem Sie sich mit den Preisen und AGBs der Bildagenturen einverstanden erklären, verzichten Sie damit auf die Bestimmung des Verkaufspreises.

HINWEIS

Bevor Sie also dem Käufer eines Bildes mit dem Anwalt drohen, machen Sie sich bei der verkaufenden Bildagentur schlau!

Das Urheberecht gibt dem Urheber das Recht bei Veröffentlichung seiner Werke als Urheber genannt zu werden. Das würde bedeuten, dass jeder Werbetreibende das Bild mit dem Namen des Urhebers kennzeichnen müsste. Das ist in der Werbung und damit verbunden bei Royalty-Free-Bildern nicht üblich. Viele Agenturen haben daher in ihren AGBs eine Klausel stehen, die Ihnen das Recht auf Namensnennung nur dann zusichert, wenn dies branchenüblich ist.

Sollten Sie feststellen, dass jemand Ihre Bilder unrechtmäßig nutzt, bspw. weil er das Bild nicht gekauft hat, sondern von einer Webseite einer Bildagentur geklaut und das Wasserzeichen wegretuschiert hat, können Sie Schadenersatz geltend machten.

Sollte es zu einer Urheberrechtsverletzung kommen, sollten Sie auch Ihre Rechte durchsetzen. Zum einen schreckt es den Verletzer ab, das wieder zu tun, zudem sind die Schadenersatzsummen oft höher als der Verkaufserlös bei normalen Verkäufen, weshalb es sich natürlich auch finanziell lohnt.

Geschmacksmusterschutz und die rechtlichen Folgen

Gerade für Fotografen, die sich vornehmlich der Produktfotografie widmen, ist der Geschmacksmusterschutz der wichtigste Teil des gewerblichen Rechtschutzes. Er schützt die ästhetische Gestaltung eines Produktes vor Nachahmung. Früher war es so, dass dabei galt, dass eine dreidimensionale Gestaltung nicht durch ein zweidimensionales Bild nachgeahmt werden kann. Das hatte für Fotografen den schönen Effekt, dass sie mit einem Foto fast nie ein Geschmacksmuster verletzen konnten. Es war lediglich notwendig Markennamen zu retuschieren, um nicht gegen das Markenrecht zu verstoßen. Leider ist das seit 1988 anders.

Entstehung des Geschmacksmusters

Das Geschmacksmusterrecht entsteht durch Eintragung bei einem nationalen oder internationalen Verzeichnis. Für Deutschland ist es das Deutsche Patent- und Markenamt in München (dpma). In Europa kann ein Geschmacksmuster zentral bei einer Stelle in Spanien eingetragen werden und gilt dann für alle EU-Staaten.

TIPP

EU-Geschmacksmuster lassen sich über die URL http://oami.europa.eu/RCDOnline/RequestManager abrufen, deutsche über http://www.dpma.de/suche/rech_1.html.Wenn beide Stellen keine Ergebnisse liefern, muss das aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass das Design nicht geschützt ist, es könnte außerhalb der EU oder in einem anderen Land angemeldet sein.

Damit ein Design oder eine Gestaltung rechtlich durch ein Geschmacksmuster geschützt werden kann, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Das Design muss neu sein und es muss eine gewisse Eigenart haben. Das heißt informierte Verbraucher müssen die Andersartigkeit gegenüber der herkömmlichen Gestaltung erkennen können.

Diese Voraussetzungen werden jedoch vor der Eintragung nicht durch die eintragende Stelle geprüft. Bei einem Rechtstreit besteht hier daher die Möglichkeit die Gültigkeit des Geschmacksmusters anzufechten.

Auch wenn Neuheit ein Teil der Vorraussetzungen ist, heißt es nicht, dass  ein Geschmacksmuster angemeldet werden muss, bevor das Produkt auf den Markt kommt. Der Hersteller hat 1 Jahr Zeit, das Geschmacksmuster anzumelden.  Das kann bedeuten, dass bei neuen Produkten die Online-Recherche kein Ergebnis bringt, Sie denken, das Design ist nicht geschützt und 1 Jahr später kriegen Sie dennoch Post vom Rechtsanwalt.

Verletzung eines Geschmacksmusters

Ein Geschmacksmuster kann seit der Novelle des Geschmacksmusterrechts in 1988 und nochmals in 2001, jetzt auch dadurch verletzt werden, dass Sie ein Foto von dem geschützten Produkt machen und dieses kommerziell verwerten.

Die Rechtsprechung sieht es jedoch als zulässig an, dass solche Abbildungen in geringen Mengen (keinesfalls in Form einer Bildergalerie) im redaktionellen Umfeld verwendet werden. Berichtet bspw. eine Fachzeitschrift über eine Neuerung mit einem geschützten Design, darf dazu im Bericht natürlich auch ein Bild davon abgebildet werden.

Anders sieht es für die werbliche und nicht-redaktionelle Nutzung aus. Hier stellt jede Veröffentlichung des Bildes eine Verletzung des Geschmacksmusters dar und begründet einen Unterlassungsanspruch des Rechteinhabers.

Folgen der Rechteverletzung

Verletzen Sie ein Geschmacksmuster kann es passieren, dass Sie Schaden­ersatzpflichtig sind oder im besten Fall erst einmal mal eine strafbewehrte Unterlassungserklärung (Abmahnung) abgeben müssen, die natürlich auch Kosten mit sich bringt, nämlich Anwaltskosten.  Als Fotograf kommt für Sie noch das Problem hinzu, das  zunächst der Bildkäufer die Abmahnung bekommt und diese Kosten von Ihnen zurückhaben will. Sie tragen in diesem Fall also die Kosten für den Rechteinhaber, den Kunden und Ihre eigenen. Das kann schnell teuer werden.

Vorgehensweise

Damit Sie weitgehend vor solchen Folgen geschützt sind, sollten Sie sich angewöhnen, alle Bilder die Produkte zeigen, die weniger als 20 Jahre alt sind und eindeutig einem Hersteller zuzuordnen sind, vorher vom Hersteller genehmigen lassen. Fragen Sie einfach per E-Mail beim Hersteller an, ob Sie Bilder mit deren Produkten kommerziell vertreiben dürfen. Einige wollen sicherlich ein paar Beispiele sehen. Auch die können Sie dann ja per Mail bspw. als PDF-Datei senden. Mit dem OK vom Hersteller kann Ihnen dann nicht viel passieren. Formulieren Sie Ihre Anfrage aber so, dass klar ist, dass die Bilder nur Beispiele sind. Sonst könnte es passieren, dass Sie sich doch noch Ärger einhandeln, wenn der Kunde das Bild verändert verwendet.

Haben Sie das OK vom Hersteller, heben Sie die E-Mail gut auf, am besten als PDF und als Ausdruck. Dann können Sie im Zweifel immer belegen, dass der Hersteller mit der kommerziellen Verwendung einverstanden war. Wenn Sie kein OK bekommen, löschen Sie die Bilder!

Versicherungen gegen das Restrisiko

Ein Restrisiko wird immer bleiben, sei es, dass Sie die „Erkennbarkeit“ eines Herstellers falsch beurteilen oder einfach etwas übersehen. Mittlerweile gibt es für solche Fälle zwei Arten von Versicherungen:

  • Rechtschutzversicherungen
  • Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen

Die RS-Versicherung deckt die Kosten ab, die bspw. für Anwälte und Gerichtsverfahren anfallen. Wichtig ist, dass es eine gewerbliche Rechtschutzversicherung für Freiberufler ist, darunter fallen auch Fotografen und Journalisten. Für diese Berufsgruppen sind in den Rechtschutzversicherungen auch Streitigkeiten bezüglich Urheber-, Marken und Geschmacksmusterrecht enthalten.  Darauf sollten Sie unbedingt achten.

Die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung tritt für Schadenersatzzahlungen ein, zu denen Sie verurteilt werden. Achten Sie hier genau auf die Versicherungsbedingungen. Manche zahlen nicht, wenn Vergleiche geschlossen werden. Das müssen Sie natürlich vorab klären, im Fall der Fälle.

Wer nicht nur mal ein Blumen- oder Schmetterlingsbild verkaufen will, sondern professionelle Produktfotos vermarkten will, solle sich entsprechend versichern. Es lässt einen viel ruhiger schlafen.

<HS>

Nachtrag

Auf der Suche nach einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung bin ich derzeit noch nicht fündig geworden. Die Versprechungen verschiedener Anbieter haben sich als haltlos erwiesen. Ich suche weiter.

Rechtliche Rahmenbedingungen

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Neuer Artikel zum Thema „Haustierfotografie“

Bei Akademie.de ist ein neuer Artikel zum Thema „Haustierfotografie“ erschienen. Es geht dabei sowohl um technische Aspekte, Kameratechnik- und Ausstattung, Beleuchtung, als auch um Motivation der Modelle und den tiergerechten Umgang.

Aus dem Inhalt

  1. Einsteigerausstattung
  2. Professionelle Ausstattung
  3. Umgang mit dem „Motiv Tier“
  4. Außenaufnahmen
  5. Studioaufnahmen
  6. Tierfotos bei Bildagenturen verkaufen

Zum Beitrag

Weitere Beiträge bei Akademie.de:

Making-Of: frisches Wasser

Autor: Helma Spona

Betrifft: Fotografie, Produktfotografie/Stillleben

Notwendige Objekte: Glas,  Glaskaraffe, Wasserflasche, Glasplatte oder Acrylglasplatte für die Spiegelung, weißer Hintergrund, Beleuchtung für Hintergrund und Beleuchtung/Spotlicht für das Glas, blauer Farbvorsatz für Spotlicht, Fernauslöser für die Kamera oder Hilfsperson

Frisches Wasser

Frisches Wasser

Von frischem Wasser hat eigentlich fast jeder eine ähnliche Vorstellung. Es soll sprudeln und kalt sein und in unserer allgemeinen Vorstellung hat frisches Wasser immer einen leichten Blauton. Wie Sie das realisieren, noch dazu mit sehr wenig Aufwand, zeigt Ihnen dieser kleine Beitrag.

Schritt 1: Aufbauen des Motivs

Grundsätzlich sollten Sie zu Anfang den Aufbau der Szene festlegen. Das heißt,  Hinter- und Untergrund und Anordnung des Glases und der Karaffe. Damit die Anordnung nicht zu steif wirkt, sollen sich beide Elemente etwas überlagern. Für die schöne Spiegelung sorgt eine Glasplatte als Untergrund.

Tipp:

Damit die Karaffe im Hintergrund etwas beschlägt und damit matter wirkt als das Glas, sollten Sie das Wasser vorab gut kühlen. Außerdem ist Wasser mit hohem Kohlensäuregehalt besser als Wasser ohne oder mit wenig Kohlensäure geeignet, denn es sprudelt besser und wirkt damit frischer.

Wichtig ist, dass Sie wieder für absolut saubere Gläser und eine streifenfreie Glasplatte als Untergrund sorgen. Am besten alles mit Glasreiniger reinigen und nur noch mit Baumwollhandschuhen anfassen.

Schritt 2: Die Beleuchtung

Für die Beleuchtung benötigen Sie hier nur zwei Studioblitze oder Tageslichtleuchten mit entsprechender Helligkeit. Mit einer Lampe beleuchten Sie den Hintergrund und zwar so ausreichend stark, dass dieser strukturlos weiß wird und das Motiv regelrecht von hinten durchleuchtet.

  • 1. Studioblitz mit Spotvorsatz und blauem Farbfilter
  • 2. Studioblitz mit Hintergrund-Reflektor zur Ausleuchtung des Hintergrundes.
  • 3. Glasplatte als Untergrund für die Spiegelung
  • 4.  Schwarze Pappstreifen zur Betonung der Kanten von Karaffe und Glas. Sie sorgen hier auch für bessere Kontraste im sprudelndem Wasser.
  • 5. Kamera

Tipp:

Welche Bedeutung die schwarzen Pappstreifen im Detail haben, können Sie im Beitrag „Making-Of: Whiskey-Glas genau nachlesen„.

Für die starken Kontraste und das gut sichtbare Sprudeln des Wassers sorgt ein Studioblitz mit Spotvorsatz, der von oben links auf das Glas gerichtet wird. Für die blaue Farbe sorgt ein Farbfilter vor dem Spotvorsatz.

Hinweis:

Die blaue Farbe der Wasserflasche ist allerdings echt, denn diese wird auch nicht direkt mit dem Spotlicht beleuchtet.

Schritt 3: Kameraeinstellungen und nachträgliche Bearbeitung

Sie können nun die Karaffe schon mal mit kaltem Wasser füllen und diese ein paar Minuten stehen lassen, damit sie schön beschlägt. In der Zwischenzeit können Sie noch ein paar Probeaufnahmen machen und die Helligkeit der Lampen optimieren.

Für das eigentliche Bild benötigen Sie dann entweder einen Hilfsperson, die das Wasser in das Glas gießt während Sie auslösen oder eine Kamera auf einem Stativ mit Fernauslöser, den Sie mit einer Hand bedienen, während Sie mit der anderen Hand das Wasser eingießen. Ich habe hier einen Kabelauslöser benutzt und selbst eingegossen.

Tipp:

Wenn Sie das Wasser selbst eingießen ist es wichtig, dass Sie vorher in einer Probeaufnahme testen, wie tief Sie die Flasche über das Glas halten müssen, damit die Flasche noch gut im Bild ist.

Ansonsten ist es nur noch eine Frage den richtigen Schwung beim Eingießen und den passenden Zeitpunkt zum Auslösen zu finden.

Tipp:

Wenn Sie mit einer Kamera fotografieren, die recht lange zum Scharfstellen oder Auslösen braucht, sollten Sie vorher manuell auf das Glas fokussieren, denn sonst ist das Glas vielleicht schon übervoll bis die Kamera auslöst und das schöne Sprudeln ist weg.

Das Bild wurde hier mit einem 105mm-Makro-Objektiv an einer Nikon D90 mit Blende 8 aufgenommen. Die Spiegelung wurde mit einem Polfilter verstärkt.

Qualitätseinbußen bei mehrfacher Bearbeitung und Speicherung von JPG-Dateien

Autor: Helma Spona
Betrifft: Bildbearbeitung
Eingesetzte Software:
Paint Shop Pro PHOTO X2  und Photoshop CS3

Download: PDF

Immer wieder ist zu lesen und zu hören, dass sich die Qualität von JPG-Dateien verschlechtert und die Dateien immer weiter komprimiert werden, wenn diese mehrfach geöffnet, bearbeitet und wieder als JPG-Datei gespeichert werden. Begründet wird dies damit, dass JPG-Dateien auch bei maximaler Qualität immer komprimiert sind und die komprimierten Daten bei erneuter Speicherung wieder komprimiert werden. Aber stimmt das wirklich und nimmt die Bildqualität wirklich dadurch ab?


JPG-Dateien liegen immer komprimiert vor und die JPG-Komprimierung ist keine verlustfreie, sondern eine verlustbehaftete Komprimierung. Das führt dazu, dass durch die Komprimierung, sogar bei maximaler JPG-Qualität Daten verloren gehen. Diese müssten zumindest theoretisch auch zu einem Qualitätsverlust des Bildes führen. Die Frage ist also, wie groß ist der Qualitätsverlust und wie ändert sich durch die mehrfache Speicherung die Dateigröße.

Aufbau des Tests

Getestet wurde dies mit Paint Shop Pro PHOTO X2 und Photoshop CS3. Dazu wurde eine Bilddatei verwendet, die im Original aus einer Nikon-RAW-Datei mit Camera-RAW entwickelt und ohne weitere Bearbeitung als JPG-Datei mit höchster Qualität gespeichert wurde. Diese Datei war 7.306 KB groß, also ca. 7 MB. Die Datei liegt im Adobe RGB Farbraum vor und wird auch innerhalb des Farbraums bearbeitet und nicht konvertiert.
Anschließend wurde je eine Kopie des Originals erstellt. Die eine Kopie wurde dann mit Paint Shop Pro PHOTO X2  die andere mit Photoshop bearbeitet.

In beiden Programmen wurden je Bearbeitung folgende Aktionen durchgeführt.

  • Die Datei geöffnet,
  • eine neue, leere Ebene eingefügt,
  • die vorhandenen Ebenen verbunden und
  • die Datei gespeichert.

Zwischen den einzelnen Bearbeitungen wurde jeweils die Dateigröße ermittelt.

Ergebnisse


Die Ergebnisse sind wirklich erstaunlich. Obwohl, durch die bei jeder Speicherung erfolgte Komprimierung, ja eigentlich die Dateigröße kleiner werden sollte, ist ganz das Gegenteil der Fall. Dies fällt vor allem bei Paint Shop Pro PHOTO X2  sehr deutlich aus. Hier wird aus der 7 MB großen Original-Datei nach der ersten Bearbeitung eine Datei mit 11 MB Größe. Weitere Bearbeitungen bringen zwar auch einen Größenzuwachs, dieser fällt aber geringer aus. Auch bei Photoshop erhöht sich die Dateigröße stetig, aber in deutlich geringerem Umfang.

Vielmehr als die Dateigröße interessiert aber in der Regel die Bildqualität. Diese wird zwar schlechter, aber nicht wirklich deutlich. Allerdings lässt sich doch ein Unterschied zwischen Paint Shop Pro PHOTO X2  und Photoshop erkennen. Analog zur Veränderung der Dateigröße fällt der Qualitätsverlust bei Photoshop deutlich geringer aus. Das obere Bild zeigt die Bearbeitung mit Photoshop, das untere die mit Paint Shop Pro.

In beiden Fällen ist das Original (links in den Abbildungen) etwas kontrastreicher und schärfer als die mehrfach bearbeitete Version.

Fazit

Qualitätsverluste durch mehrfache Speicherung von JPG-Dateien sind tatsächlich vorhanden aber nur minimal sichtbar. Vor allem wer Photoshop nutzt, kann daher beruhigt, eine JPG-Datei auch mehrfach bearbeiten. Bei Paint Shop Pro PHOTO X2 ist der Anstieg der Dateigröße jedoch das viel größere Problem, denn schnell hat eine schon im Original große Datei nach mehrfachen Bearbeitungen die doppelte Größe. Wenn Sie dann die Komprimierung erhöhen müssen, um die Dateigröße zu reduzieren, bringt das viel größere Qualitätsverluste mit sich, als die mehrfache Bearbeitung.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Alle Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Ich übernehme für Fehlerfreiheit allerdings keine Gewähr und hafte keinesfalls für Folgen, die sich aus Fehlern oder unsachgemäßem Gebrauch des Codes und der Inhalte ergeben.
Code und Beispiele dürfen für den privaten Gebrauch frei verwendet werden. Eine Veröffentlichung (auch auszugsweise) sowohl online wie auch auf klassischen Medien ist nur nach meiner ausdrücklichen Zustimmung möglich. Verlinkung der Artikel ist jedoch erlaubt und erwünscht, solange immer auf die Webseite und nicht die PDF-Datei verlinkt wird.

Neuer Workshop „Produktfotografie“ beginnt am 31. Januar 2011

Im Januar beginnt ein neuer Workshop zum Thema „Besser verkaufen durch professionelle Produktfotos – Verkaufserfolg von Online-Shops steigern“. Hier lernen Sie, wie Sie Produktfotos für Online-Shops und Auktionen machen, mit denen Sie Ihre Produkte auch verkaufen.

Zum Workshop
nächster Termin: 31. Januar 2011
Dauer: 2 Wochen

Weitere Infos

VG Bildkunst – Digitale Kopiervergütung

Fotografen, auch solche die lediglich Bildagenturen beliefert haben oder Bilder im Internet veröffentlicht haben, haben generell durch Abschluss eines Wahrnehmungsvertrages mit der Verwertungsgesellschaft „Bildkunst“ für die Berufsgruppe II. einen Anspruch auf Auszahlung einer digitalen Kopiervergütung. Diese Auszahlung erfolgt im auf das Jahr der Veröffentlichung folgende Jahr, nachdem der Urheber online oder auf Papierformularen die entsprechenden Bilder gemeldet hat.

Nach einem Mitgliederbeschluss im Sommer 2010 wurde der Verteilungsplan wie folgt geändert:
Ausschüttungen erhält nur, wer sonstige Einkünfte aus publizistischer Tätigkeit durch die Bescheinigung eines Angehörigen der steuerberatenden Berufe nachweist; dieser Nachweis gilt auch als erbracht, wenn die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse oder in einem der Berufsverbände der VG BILD-KUNST oder in anderer geeigneter Weise belegt wird. (Quelle: VG Bildkunst)


Nach meinem Verständnis bedeutet dies, reine Stockfotografen, die nicht mindestens ein Bild auch für die Veröffentlichung in Printmedien melden, gehen zukünftig wohl leer aus. Andererseits nimmt die Künstlersozialkasse durchaus reine Stockfotografen auf, weil sie Stockfotografie als künstlerische Tätigkeit ansieht. Allerdings dürfte es für die meisten Stockfotografen die dies mehr oder weniger nebenberuflich betreiben schwer werden, über das Mindesteinkommen hinaus zu kommen, dass eine Sozialversicherungspflicht begründet und somit auch die Aufnahme in die Künstlersozialkasse ermöglicht.

Weitere Infos: VG Bildkunst