VG Bildkunst – Digitale Kopiervergütung

Fotografen, auch solche die lediglich Bildagenturen beliefert haben oder Bilder im Internet veröffentlicht haben, haben generell durch Abschluss eines Wahrnehmungsvertrages mit der Verwertungsgesellschaft „Bildkunst“ für die Berufsgruppe II. einen Anspruch auf Auszahlung einer digitalen Kopiervergütung. Diese Auszahlung erfolgt im auf das Jahr der Veröffentlichung folgende Jahr, nachdem der Urheber online oder auf Papierformularen die entsprechenden Bilder gemeldet hat.

Nach einem Mitgliederbeschluss im Sommer 2010 wurde der Verteilungsplan wie folgt geändert:
Ausschüttungen erhält nur, wer sonstige Einkünfte aus publizistischer Tätigkeit durch die Bescheinigung eines Angehörigen der steuerberatenden Berufe nachweist; dieser Nachweis gilt auch als erbracht, wenn die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse oder in einem der Berufsverbände der VG BILD-KUNST oder in anderer geeigneter Weise belegt wird. (Quelle: VG Bildkunst)


Nach meinem Verständnis bedeutet dies, reine Stockfotografen, die nicht mindestens ein Bild auch für die Veröffentlichung in Printmedien melden, gehen zukünftig wohl leer aus. Andererseits nimmt die Künstlersozialkasse durchaus reine Stockfotografen auf, weil sie Stockfotografie als künstlerische Tätigkeit ansieht. Allerdings dürfte es für die meisten Stockfotografen die dies mehr oder weniger nebenberuflich betreiben schwer werden, über das Mindesteinkommen hinaus zu kommen, dass eine Sozialversicherungspflicht begründet und somit auch die Aufnahme in die Künstlersozialkasse ermöglicht.

Weitere Infos: VG Bildkunst

Ergänzende Informationen zum Thema Stockfotografie

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema „Stockfotografie“.

 

Stockfotografie: Strategien für den Erfolg

Autor: Helma Spona
Stand:
September 2010
Betrifft:
Stockfotografie

Viele Hobbyfotografen kommen irgendwann auf den Gedanken, ihre Bilder zu Geld zu machen. Falls Sie dazu gehören, sollten Sie sich unbedingt die nachfolgenden Infos durchlesen, denn die richtige Strategie ist das A und O, wenn Sie Ihre Bilder auf Dauer erfolgreich vermarkten möchten. Beliefern Sie gleich zu anfang die „falschen“ Bildagenturen, versperren Sie sich damit den Zugang zu anderen. Sie sollten sich daher unbedingt zunächst einen Überblick verschaffen und die richtige Strategie zurecht legen.

Der Bildermarkt früher und heute

Früher, das heißt bevor Bilder über das Internet verkauft wurden, wurden Bilder natürlich auch benötigt. Werbeagenturen und Marketing-Abteilungen großer Firmen haben diese dann aber auch vorrangig für Druckpublikationen benötigt. Um die Bilder zu finden, haben die Bildagenturen Kataloge gedruckt, die an große Kunden verschickt wurden und in denen die Bilder nach bestimmten Kategorien oder nach Motiv gelistet waren. Dies war sehr teuer, zumal es zig Mitarbeiter geben musste, die dann den Kunden geeignete Bilder zur Ansicht geschickt haben und das Archiv, das meist aus Dias oder Negativen bestand zu verwalten.

Damit sich das rechnete, hatten Bilder einen gewissen Preis, den die Kunden auch bereit waren zu bezahlen. Die Preise berechneten sich danach, wofür der Kunde das Bild benötigte, ob er es exklusiv nutzen wollte oder keinen Wert darauf gelegt hat. Auch die Auflage in der das Bild gedruckt und ob es redaktionell oder werblich genutzt wurde, spielte bei der Preisgestaltung eine Rolle. Die Preise für ein Bild lagen in der der Regel zwischen 200 und 2000 DM, wobei Abweichungen nach oben und unten möglich waren. Die Lizenzart, die hierfür im allgemeinen verwendet wurde, nannte sich „Rights Managed“ (=RM).

Und dann kam das Internet und die Digitalkameras. Beide zusammen haben den Bildermarkt revolutioniert. Denn nun

  • konnten Bilder auch ohne teure gedruckte Kataloge und viel Personal angeboten werden
  • konnten Kunden selbst nach Bildern suchen, diese unkompliziert online kaufen und downloaden
  • konnten Fotografen ihre Bilder selbst ins Internet stellen und den Bildagenturen viel Aufwand und Personal sparen
  • wurden aber auch gleichzeitig viel mehr Bilder gebraucht, nämlich für die Verwendung im Internet.


Gerade Bilder für Webseiten wurden in Massen gebraucht und die Käufer waren nicht bereit dafür die extrem hohen Preise zu zahlen, die sie bisher für die Nutzung in Druckpublikationen bezahlt haben. Zudem war die Lizenzierung nach Auflage nicht möglich und nach „Klick“ oder „Anzeige“ nicht korrekt abzurechnen. Es mussten also andere Lizenzmodelle und Preise her. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Lizenzmodell „Royalty Free“ )(=RF) erfunden. Bei dieser Lizenzart werden die Bilder zu einem Festpreis verkauft und der Kunde darf diese nutzen, so oft und so lange er will. Einschränkungen gibt es jedoch teilweise für besondere Nutzungsarten, wie bspw. den Druck auf Produkte, wie T-Shirts, Tassen, Tapetten etc..

Gleichzeitig, trotz dieser Vorteile für den Kunden, sind Royalty Free-Bilder sehr viel preiswerter. Das hat den Bildagenturen auch eine Menge neuer Kunden gebracht die sich bisher Bilder von Bildagenture nicht leisten konnten. Und solange für RF-Bilder nur „Nebenprodukte“ von RM-Produktionen verwendet wurden, war das auch kein Problem. Um aber an viel preiswertes Bildmaterial zu kommen, haben viele insbesondere neu gegründete Online-Bildagenturen ihr Archiv auch für Hobbyfotografen geöffnet. Jeder konnte nun seine Bilder verkaufen. Das hat so schnell zu einem Überangebot geführt, dass die Preise mittlerweile nur noch nach unten gehen. Heute gibt es RF-Bilder schon ab einem Cent.

Und genau hier liegt das Problem. Bildagenturen und Bildanbieter (Fotografen) gibt es wie Sand am Meer. Es gibt nicht mehr eine Handvoll großer Agenturen, sondern eine Masse von Kleinen. Und eine Bildagentur kann heute nur noch Kunden gewinnen, die sie von anderen Agenturen abwirbt, denn die Anzahl Kunden wächst nicht unbeschränkt. Es muss daher Faktoren geben, mit denen sich Agenturen von den anderen Abheben und das können nur:

  • die Preise
  • die angebotenen Bilder
  • der Service

sein.

Wenn aber insbesondere Hobbyfotografen ohne nachzudenken identische Bilder auf zig Bildagenturen verteilen und diese damit im Wesentlichen den gleichen Bildbestand haben, können sich die Agenturen nur über den Preis voneinander unterscheiden. Und wo wird der Kunde kaufen? Logischerweise da, wo der Preis am günstigsten ist. Das wissen natürlich auch die Bildagenturen. Sie können daher nur zwei Strategien verfolgen. Die Bilder möglichst billig anzubieten oder dafür zu sorgen, dass ihr Bildbestand „einzigartig“ ist, indem Sie Fotografen exklusiv an sich binden. Leider ist das freundliche Miteinander der Bildagenturen inszwischen Vergangenheit. Heute gehen zunehmend mehr Bildagenturen dazu über, die Fotografen per Änderung des Fotografenvertrags zu zwingen ihre Bilder exklusiv einer Agentur anzubieten oder zumindest den Verkauf in billigeren Agenturen zu verbieten. Es gibt auch bereits zahlreiche Midstock-Anbieter, die keine Fotografen mehr annehmen, die Ihre Bilder im Abosystem oder in Microstock-Agenturen anbieten.

Jeder der also in Erwägung zieht, seine Bilder zu vermarkten sollte sich über diese Problematik bewusst werden und sich sehr genau überlegen, wie er strategisch vorgeht.

Was muss oder darf ein Bild kosten?

Mal unabhängig von den Gedanken der Bildagenturen und Kunden zum Wert eines Bildes, sollte der Bildpreis in Relation zur Bildqualtität und zum Aufwand stehen, den der Fotograf damit hatte und was ihm die Zeit wert ist. Wenn Sie also sagen, mit ihrer regulären Arbeit erzielen Sie einen Netto-Stundenlohn von 20 EUR und Sie brauchen 2 Stunden, um ein Bild zu machen, zu verschlagworten, hochzuladen, sollte das Bild in der Zeit, in der Sie es online anbieten, schon seine 40 EUR einbringen. Wenn Sie mit ihrer regulären Arbeit aber einen Stundenlohn von 80 EUR erzielen, müsste das Bild schon 160 EUR einbringen, damit es sich für Sie rechnet.

So einfach diese Rechnung auf den ersten Blick erscheint, so einfach ist es natürlich nicht. Denn ob das Bild jemals den Aufwand rechnet, hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab.

  • wie oft wird es verkauft
  • zu welchem Preis wird es verkauft
  • welchen Anteil (Fotografenanteil) erhält der Fotograf vom Verkaufspreis

Info:

Der Fotografenanteil ist der prozentuale Anteil des Verkaufserlös des Bildes, den der Fotograf bekommt. Wird das Bild also bspw. für 50 EUR verkauft und der Fotograf erhält einen Anteil von 50%, dann bekommt er davon 25 EUR, die anderen 25 EUR erhält die Bildagentur.

Und dann gibt es natürlich noch ganz viele Bilder, die Sie ganz umsonst machen, bearbeiten und hochladen, weil sie sich nicht verkaufen. Auch diese müssen Sie in ihre Kalkulation mit einrechnen. Wenn 50 Prozent Ihrer Bilder niemals verkauft werden, müssen die anderen 50 Prozent entsprechend mehr Umsatz erzielen. Das kann durch sehr viele Verkäufe zu kleinem Preis erfolgen oder zu wenigen Verkäufen zu hohen Preisen. Und genau hier sollten Sie mit ihren strategischen Überlegungen ansetzen.

Es gibt Bildagenturen in drei Preissegmenten, die jedoch in letzter Zeit zunehmend ineinander verschwimmen.

  • Premium
  • Midstock
  • Microstock

Im Premium-Preissegment haben Sie als Hobbyfotograf in der Regel wenig Chancen. Hier sind Profis gefragt, die Bilder hoher Qualität und Menge liefern und keine 0815-Motive. Die Preise liegen hier auch entsprechend hoch und meist müssen sich die Fotografen auch exklusiv an eine Agentur binden.

Im Midstock-Preissegment bewegen sich die Bildpreise zwischen 50 und 100 EUR für ein A4-Druckbild. Einige Midstock-Agenturen nehmen durchaus auch Hobbyfotografen, wenn die Qualität der Bilder stimmt. Allerdings legen fast alle Wert darauf die Bilder exklusiv zu erhalten, wenn der Fotograf auch eine hohen Anteil am Verkaufserlös erhalten will. Wenn er gleiche Bilder auch anderen Agenturen anbietet wird häufig sein Fotografenanteil heruntergesetzt.

Im Microstock-Preissegment bewegen sich sehr viele Bildagenturen mit Abomodellen, bei denen dann ein Bild auch von unter einem Euro bis ca. 50 EUR für ein A4-Druckbild kostet. Die wenigsten Bildagenturen kommen jedoch dabei an die Obergrenze. Die allermeisten verkaufen die Bilder zwsichen 1 und 7 EUR. Von diesem Preis erhalten Sie als Fotograf dann zwischen 30 und 60% Fotografenanteil. Überlegen Sie also, wie oft Sie ein Bild, an dem Sie vielleicht 30 bis 50 Cent verdienen, verkaufen müssen, damit sich ihr Aufwand rechnet.

Welche Qualitatsanforderungen müssen die Bilder erfüllen

Der Aufwand, den Sie haben, hängt natürlich auch mit der Qualität der Bilder zusammen, die Sie verkaufen möchten. Davon wiederum hängt ab, bei welchen Bildagenturen Sie die Bilder einreichen und vertreiben können, denn viele Bildagenturen haben sehr hohe Qualitätsanforderungen. Diese müssen nicht zwingend mit hohen Verkaufspreisen einher gehen.

Vor 8 bis 10 Jahren, haben viele gerade neue Bildagenturen auch minderwertige Bilder angenommen. Jedes Bild, das halbwegs korrekt belichtet war, scharf war und ein halbwegs verkäufliches Motiv hatte, wurde genommen und teilweise sogar verkauft. Heute sind die meisten Agenturen deutlich kritischer, denn die Zahl der Bildanbieter ist gestiegen, die Zahl der Bildagenturen auch, nur die Zahl der Kunden ist weitgehend gleich geblieben.Heute zählt eben nicht mehr „Masse statt Klasse“ sondern im Gegenteil „Klasse statt Masse“. Für Kunden und Bildagenturen ist das gut, für Sie als Bildanbieter eher weniger, denn wirklich viel Umsatz können Sie nur mit vielen Bildern machen, wenn Sie aber versuchen bei einer schon etwas älteren Bildagenturen das 1000ste Bild einer Erdbeere auf einem weißen Hintergrund hochzuladen, muss das schon ein ganz besonderes Bild sein, um angenommen zu werden.

Heute müssen Bilder also eine sehr gute Qualität haben, das gilt für technischen Qualität, wie auch für die Motivauswahl. Ein Bild mit 2 Megapixel Auflösung und extemem Rauschen wird von keienr Bildagentur genommen, wenn Ihre Kamera 6 Megapixel liefert ist das auch schon hart an der unteren Grenze. Sollte dann noch etwas Rauschen bei ISO 200 oder mehr dazu kommen, wird das Bild nur dann noch eine Chance haben, angenommen zu werden, wenn es ein seltenes und gefragtes Motiv hat.

Bei den meisten Midstock-Agenturen und denen im Premium-Preissegment kommen Sie ohne eine KB-SLR-Kamera von Nikon, Canon eine Mittelformat-SLR-Kamera gar nicht mehr an.Mit einer Kompakt- oder Bridge-Kamera brauchen Sie es da gar nicht erst versuchen. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen.

Die richtige Strategie

Wenn Sie einer Bildagentur im Midstock-Bereich, die Ihre Bilder dann für 60 EUR pro A4-Druckbild verkauft die gleichen Bilder anbieten wie einer Agentur mit Abomodell, die das gleiche Bild dann für 1 EUR verkauft, müssen Sie sich natürlich nicht wundern, wenn das Bild sich niemals für 60 EUR verkauft. Zudem ist dies bei den meisten Midstock-Agenturen auch nicht erlaubt, oder zumindest nicht gerne gesehen.

Bieten Sie Bilder, die qualitativ im Mittelmaß liegen im Midstock-Segment an, müssen Sie damit rechnen, dass ihre Verkäufe eher gering ausfallen, weil bei diesen Agenturen oftmals eine Menge Bilder besserer Qualität vorhanden sind. Sie müssten schon sehr gute und gefragte Motive liefern um dann wirklich Verkäufe erzielen zu können.

Andererseits machen Fotografen, die nur Microstock-Agenturen beliefern und dort ihre Bilder für ca. 1 EUR verkaufen, auch nicht unbedingt schlechte Geschäfte. Hier macht es die Masse der Verkäufe. Die richtigen Bilder vorausgesetzt, die sich in großen Mengen verkaufen, können da schon ein paar Hundert Euro im Monat zusammen kommen.

Egal, wie Sie sich entscheiden, Sie brauchen schon eine größere Anzahl Bilder in den Bildagenturen, um regelmäßig Verkäufe zu erzielen. Mit 20 Bildern können Sie keine Verkäufe erwarten, weder zu 1 EUR noch zu 60 EUR: Ab 500 Bilder, die Sie in den richtigen Agenturen platzieren, werden Sie regelmäßig auch Verkäufe haben. Wie regelmäßig hängt aber auch von der Qualität der Bilder, Ihren Motiven und vor allem der Wahl der Bildagenturen ab.

Info:

Einige Bildagenturen mit denen ich Erfahrungen habe, stelle ich im Beitrag „Stockfotografie: Bildagenturen kurz vorgestellt“ vor.

Was ist also die richtige Strategie? Die hängt davon ab, ob Sie Motive haben, die sich in Massen verkaufen, oder eher Motive die es nicht in jeder Bildagentur gibt. In beiden Fällen muss die Qualität aber stimmen. Bei Motiven, die massenhaft verkäuflich sind, wie Freisteller (bspw. Tomate oder Brötchen auf weißem Hintergrund) bietet es sich an, diese in Microstock-Agenturen anzubieten und lieber viele Verkäufe zu kleinem Preis zu erzielen.

Haben Sie eher Motive, die sehr ausgefallen sind, aufwändig zu produzieren sind, seltener gebraucht werden, dafür aber selten in Bildagenturen zu finden sind, sollten Sie diese Bilder in Midstock-Agenturen zu höheren Preisen anbieten.

Hinweis:

Die gleichen (oder sehr ähnliche) Bilder Bildagenturen mit sehr unterschiedlichem Preisniveau anzubieten ist bei den teureren Agenturen nicht erwünscht und teilweise auch per AGBs verboten. Sie sollten das aber auch in eigenem Interesse nicht tun, denn es macht die Preise kaputt. Ich kann nur jedem raten die Bilder nach Qualität (Technik, Motiv) zu sortieren und die „besseren“ den teureren Agenturen und die schlechteren den billigeren anzubieten. Lediglich bei qualitativ sehr hochwertigen Freistellern lohnt es sich diese nur in Microstock-Agenturen anzubieten und dafür in Massen zu verkaufen.

Es gibt generell zwei gute Strategien mit denen Sie auf Dauer erfolgreich sein können:

  • Sie beginnen mit Midstock-Agenturen und versuchen dort eine große Anzahl guter Bilder zu platzieren. Mit zunehmender Erfahrung und besseren Fotos und Motiven können Sie dann versuchen in Premium-Stockagenturen vorzustoßen. Voraussetzung ist dann aber auch die passende Kamera, eine SLR Mit 12 Megapixel oder mehr. Achten Sie dann aber darauf, jedes Bild nur einer Agentur zu geben und nicht gleichzeitig mehreren.
  • Sie platzieren Ihre Bilder ausschließlich in Microstock-Agenturen, verzichten dort auf den höheren Fotografenanteil und stellen die gleichen Bilder bei mehreren Microstock-Agenturen mit gleichem Preisschema ein. So können Sie auch aus wenigen Bilder ein Maximum an Umsatz rausholen.

Meine eigene Strategie, mit der ich sehr gute zurecht komme, sieht wie folgt aus:

  • Sehr gute Bilder meiner SLR-Kameras gehen an Midstock-RF-Agenturen und einige wenige RM-Agenturen, wobei jedes Bild nur an eine Bildagentur geht.
  • Die restlichen Bilder gehen an Microstock-Agenturen, wobei ich damit keine Agenturen beliefere, die das Bild in Druckauflösung unter 5 EUR verkaufen.
  • An Microstock-Agenturen mit Preisen unter 5 EUR liefere ich (aber erst seit ein paar Wochen) nur Bilder, die bei anderen Arbeiten abfallen, wie bspw. sehr gute Bilder, die ich im Rahmen der Bücher zu Kompakt- und Bridge-Kameras gemacht haben. Sie sind zwar nicht unbedingt schlecht, aber stammen eben nicht von einer SLR-Kamera. Wenn sie sich da verkaufen freue ich mich, wenn nicht, ist das eben so.

Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie Ihre Arbeit nicht unter Wert verkaufen. Denn das führt zu weiteren Preisanpassungen nach unten und bringt damit weder Ihnen noch den restlichen Bildanbietern etwas. Gleichzeitig sollte Ihre Strategie aber auch fair sein, den Bildagenturen gegenüber. Selbst wenn die ein oder andere es nicht untersagt gleiche Bilder woanders billiger anzubieten, sollten Sie dies nicht tun. Kunden sind nämlich nicht dumm. Gerade bei ausgefalleneren Motiven fällt denen schon auf, wenn ein Bild auch woanders günstiger zu haben ist und dann wird der Kunde es dort kaufen wo es billiger ist und Sie verdienen natürlich auch deutlich weniger als wenn er das teurere Bild gekauft hätte.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Alle Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Ich übernehme für Fehlerfreiheit allerdings keine Gewähr und hafte keinesfalls für Folgen, die sich aus Fehlern oder unsachgemäßem Gebrauch des Codes und der Inhalte ergeben.
Code und Beispiele dürfen für den privaten Gebrauch frei verwendet werden. Eine Veröffentlichung (auch auszugsweise) sowohl online wie auch auf klassischen Medien ist nur nach meiner ausdrücklichen Zustimmung möglich. Verlinkung der Artikel ist jedoch erlaubt und erwünscht, solange immer auf die Webseite und nicht die PDF-Datei verlinkt wird.

Stockfotografie: Bildagenturen kurz vorgestellt

Autor: Helma Spona
Stand: September 2010
Betrifft: Stockfotografie
Nachfolgend möchte ich einige Bildagenturen kurz vorstellen, die sich für den ambitionieren Hobbyfotografen eignen, um die eigenen Bilder zu verkaufen. Ich möchte jedoch ausdrücklich darauf hinweisen, dass dies weder eine abschließende Darstellung ist, noch Garantien für gute Verkaufserfolge gegeben werden. Die Beurteilung der Bildagenturen (sofern welche vorhanden sind) ist in meinen Erfahrungen begründet und die beziehen sich natürlich auf meine Motive und meine Bilder. Haben Sie ganz andere Schwerpunkte und andere Motive könnte das Ergebnis bei Ihnen deutlich anders ausfallen. In sofern ist jede Wertung mit Vorsicht zu genießen und natürlich auch nicht frei von subjektiven Erfahrungen.

Tipp

Stellen Sie Ihre Bilder bitte nicht wahllos bei mehreren Bildagenturen ein, überlegen Sie sich vorab eine Strategie. Hinweise und Informationen dazu finden Sie auch im Beitrag: „Stockfotografie: Strategien für den Erfolg„.

Panthermedia

Name: Panthermedia
Preiskategorie: Microstock und Midstock im unteren Bereich
Bezahlsysteme: Credits und Abosystem (ab 1 EUR/Bild), Einzelkauf auf Rechnung
Beschreibung:
Panthermedia vertreibt Bilder in einer breit gefächterten Preisspanne. Am Abo-System muss man nicht teilnehmen, die Zahlung per Credits die auch Bildkäufer ab 1 EUR ermöglicht, lässt sich aber nicht deaktivieren. Der Fotografenanteil beträgt 30% oder 50% zuzüglich einer Mengenstaffelung, die sich nach der Anzahl Bilder bei Panthermedia richtet. Maximal sind 60% möglich. Wer gleiche oder ähnliche Bilder bei preiswerteren Bildagenturen einstellt, muss diese als 30%-Bilder kennzeichnet und bekommt dann 30% zuzgl. Mengenstaffel.
Die Verkäufe laufen gut, zumindest was meine Motive angeht, seit dem Abosystem gehen die Einnahmen aber etwas zurück, weil viele Bilder per Abo billiger verkauft werden als früher. Dennoch kommt immer noch eine Menge bei rum. Panthermedia vertreibt die Bilder über zahlreiche Partneragenturen auf der ganzen Welt. Nicht alle Partneragenturen haben dabei jedoch gleiche Preise wie PM. Es gibt solche die höhere Preise haben und andere, die niedrigere haben.

Bewertung:

Mit passenden Motiven haben auch Einsteiger in die Stockfotografie eine Chance Ihre Bilder bei Panthermedia anzubieten und gerade im Abosystem lassen sich schnell erste Verkäufe erzielen. Panthermedia ist immer noch meine Lieblingsagentur. Zumal sie auch eine nette Fotocomunity hat und die Bilder auch rechtlich von der Redaktion geprüft werden.

Zoonar

Name: Zoonar
Webseite: www.zoonar.de
Preiskategorie: Microstock bis Premium
Bezahlsysteme: ?
Beschreibung:
Zoonar ist noch eine recht junge Bildagentur und bietet den Bildanbietern drei Preiskategorien im Midstock- und Microstock und Premium-Bereich zur Auswahl an. Es gibt Partner-Agenturen ebenfalls in den drei Preiskategorien. Die Verkäufe zumindest im Midstock-Preissegment halten sich derzeit noch in Grenzen. Zumindest trifft das auf meine Bilder zu. Aber die Bildagentur hat durchaus Potential meiner Meinung nach.

Bewertung:

Die Qualitätsanforderungen halten sich im Rahmen, die Ablehnungsquote ist recht gering, steigt aber an. Ansonsten möchte ich keine Bewertung abgeben, weil dazu die Bildagentur noch zu jung ist.

Fotolia

Name: Fotolia
Webseite: www.fotolia.de
Preiskategorie: Microstock
Bezahlsysteme: Credits, Abosystem
Beschreibung:
Fotolia ist eine der erfolgreichsten Microstock-Agenturen, die zwar ebenfalls aus den USA stammt aber auch in Europa gut verkauft. Sie lebt von der Masse der Verkäufe. Für den einzelnen Verkauf bekommt man nicht wirklich viel, aber mit guten Motiven und Bildern kann man in kurzer Zeit viele Verkäufe erzielen. Abhängig von der Zahl Verkäufe, die man erzielt steigt der Fotografenanteil, der jedoch am Anfang, selbst bei exklusiven Bildern nur 28% beträgt. Mehr bekommt man, wenn man alles seine Bilder exklusiv bei Fotolia vertreibt, so nachh dem Motto „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“. Wer also alle seine geistigen Ergüsse, darunter fallen auch Videos und im Prinzip, Bücher, Texte etc. , denn die nimmt Fotolia nicht exklusiv aus, ausschließlich über Fotolia vertreiben will, kann bei Fotolia auch gute Einnahmen mit weniger Verkäufen erzielen. Ansonsten lohnen sich dort eigentlich nur Bilder, die sich in Massen verkaufen. Verkauft werden außerdem auch Videos und Vektorgrafiken.

Bewertung:

Mir persönlich gefällt bei Fotolia der Umgang mit den Fotografen nicht. Der Support ist nicht immer sehr hilfreich. Manche Anfragen werden einfach gar nicht beantwortet. Die Freischaltung der Bilder dauert recht lange. Aber gute Bilder verkaufen sich auch gut.

Imagepoint

Name: Imagepoint
Preiskategorie: Midstock
Bezahlsysteme: Kreditkarte, Vorauskasse, Rechnung
Beschreibung:
ImagePoint ist eine Midstock-Agentur, die aber auch Bilder im unteren Preissegment anbietet. Zu welchen Preisen die Bilder verkauft werden, entscheidet die Reaktion anhand der Qualität. Es lohnt sich also, hochwertige Bilder mit hohen Auflösungen bei Imagepoint anzubieten. Die Anzahl Fotos, die jeder Anbieter hochladen darf, ist begrenzt und richtet sich nach deren Qualität. Die Quote wird aber nicht automatisch erhöht, man muss schon nachfragen. Es ist also etwas schwierig, dort eine große Menge Fotos zu platzieren. Zudem wird Exclusivität gefordert. Gleiche Bilder dürfen also nicht woanders angeboten werden.

Bewertung:

Bei ImagePoint verkaufe ich regelmäßig aber keine großen Mengen. Dennoch lohnt es sich durch die recht hohen Verkaufspreise.

Digitalstock

DIGITALstock.de - Bildagentur für lizenzfreie Bilder und Photos
Name: Digitalstock
Preiskategorie: Microstock
Bezahlsysteme: Kreditkarte, Credits
Beschreibung:
Digitalstock lässt dem Bildanbieter die Wahl zu welchem Preis (Auswahl aus verschiedenen Preiskategorien) er seine Bilder anbieten will. Der Bildautor erhält 50% Fotografenanteil. Der Upload kann per FTP erfolgen. Das Verschlagworten ist in den letzten Monaten deutlich einfacher geworden. Der Aufwand hält sich insgesamt in Grenzen. Die Qualitätsanforderungen an die Bilder sind niedrig.

Bewertung:

Aufgrund der recht geringen Anforderungen an Bilder ist Digitalstock durchaus auch Einsteigern zu empfehlen. Die großen Umsätze mache ich dort aber nicht was, vielleicht an meinen Motiven liegt. Die Verkäufe sind aber durchaus regelmäßig, so dass der Aufwand insgesamt schon lohnt.

Schutterstock

Name: Shutterstock
Preiskategorie: Microstock
Bezahlsysteme: Abosystem
Beschreibung:
Shutterstock gehört zu den renomiertesten US-Microstock-Bildagenturen. Auch sie lebt wie Fotolia von massenhaften Verkäufen zu kleinen Preisen. Viel verdienen Sie pro Bild also nicht und müssen schon entsprechend viele Bilder verkaufen. Ihr Fotografenanteil hängt auch vom Erfolg und der Anzahl Ihrer Bilder ab. Mit guten Bildern, lassen sich hier gute Umsätze erzielen. Die Anforderungen an die Qualität der Bilder sind jedoch sehr hoch und nicht immer nachvollziehbar. Bei zu schlechter Ablehnungsquote wird der Upload für einen Monat gesperrt. Meiner Meinung nach werden die Bilder maschinell geprüft, so dass die Ablehnungsgründe oftmals nicht nachvollziehbar sind. Die Webseite ist zwar auch in deutsch verfügbar, nicht alles ist aber fehlerfrei übersetzt und die Ablehnungsgründe werden nur englisch angegeben. Auch die Verschlagwortung muss in Englisch erfolgen, was die Sache doch sehr aufwändig macht. Verkauft werden neben Fotos auch Videos und Vektorgrafiken.

Bewertung:

Die technischen Anforderungen sind sehr hoch und stellen für viele eine echte Hürde dar. Wer es aber schafft, eine große Zahl bei Shutterstock zu platzieren, kann dort auch hohe Umsätze erzielen.

Pixmac

Name: Pixmac
Webseite: www.pixmac.de
Preiskategorie: Microstock
Beschreibung:
Pixmac ist eine recht neue Agentur, die jedoch schon über zahlreiche auch renomierte Partner-Agenturen verfügt. Die Bildpreise bewegen sich im Microstock-Bereich. Die Website ist sehr übersichtlich, der Support reagiert super schnell und nett. Erfahrungen über Verkäufe fehlen mir derzeit noch, weil ich an Pixmac lediglich über den Transfer meine Bilder von Polylooks geraten bin. Auch über die Anforderungen an das Bildmaterial kann ich derzeit noch nichts sagen. ich werde weiter berichten.
Suchen Sie Bilder auf Pixmac:

Rechtliche Rahmenbedingungen

Alle Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Ich übernehme für Fehlerfreiheit allerdings keine Gewähr und hafte keinesfalls für Folgen, die sich aus Fehlern oder unsachgemäßem Gebrauch des Codes und der Inhalte ergeben.
Code und Beispiele dürfen für den privaten Gebrauch frei verwendet werden. Eine Veröffentlichung (auch auszugsweise) sowohl online wie auch auf klassischen Medien ist nur nach meiner ausdrücklichen Zustimmung möglich. Verlinkung der Artikel ist jedoch erlaubt und erwünscht, solange immer auf die Webseite und nicht die PDF-Datei verlinkt wird.

Making-Of: Holundersuppe mit Apfel

Autor: Helma Spona

Betrifft: Fotografie

Notwendige Objekte: roter Saft, bspw. Traubensaft, Johannisbeersaft,
Hartweizengrieß, grüner oder roter Apfel, Holunderbeeren oder -blüten, rote Gelatine, Zitronensäure, Teller, Dekomaterial

Download: PDF

Holundersuppe in grünem Teller

Holundersuppe in grünem Teller

Sicher haben Sie sich auch schon mal gefragt, wie es kann, dass in Abbildungen von Suppen mit Einlagen, diese nicht untergehen und immer schön dekorativ an der Oberfläche liegen? Wenn Sie das selbst versuchen, versinken sie immer in Bruchteilen von Sekunden. Auch hier greifen die Food-Designer ganz tief in die Trickkiste.

Nachfolgend soll gezeigt werden, wie Sie Suppe fotografieren, bei der Dekorationselemente oder Einlagen nicht untergehen, sondern schön dekorativ an der Oberfläche bleiben. Die Technik dabei ist immer gleich, ob Sie jetzt tiefe Schalen oder verhältnismäßig flache Teller verwenden.

Einkaufen

Zunächst sollten Sie dazu ein paar Vorbereitungen treffen. Die bestehen im Wesentlichen darin die benötigten Zutaten zu beschaffen und vorzubereiten. Sie benötigen zunächst mal eine Flüssigkeit, die nach Holundersaft aussieht. Da es Holundersaft in der Regel nur teuer im Bioladen gibt oder Sie sich die Mühe machen müssten ihn selbst zu machen, bieten sich hier als Alternative roter Traubensaft, schwarzer Johannisbeersaft oder Rote-Beete-Saft an. Sie sollten davon mindestens 2 Liter bereit halten. Außerdem benötigen Sie rote Gelatine (ca. 8 Blatt) und Hartweizengrieß und im Kühlschrank Platz für den Teller mit Inhalt.

Vorbereitungen

Als erstes kochen Sie nun Grießbrei gemäß Packungsanweisung und zwar so viel, dass Sie damit den Teller halb füllen können. Verwenden Sie dazu einen Tick weniger Flüssigkeit als angegeben, damit er sehr fest wird.

Tipp:

Statt den Grießbrei mit Milch zu kochen, nehmen Sie den roten Saft, um damit den Grießbrei einzufärben, denn weißer Grießbrei würde unter Umständen durch die später oben drauf erzeugte Schicht durchscheinen.

Füllen Sie mit dem Grießbrei, solange er noch warm ist, den Teller bis zur Hälfte. Falls Sie eine Schüssel nehmen möchten, füllen Sie diese zu 2/3 und streichen Sie die Oberfläche glatt.
Dicken Sie nun einem Teil des verbleibenden Saftes mit der Gelatine nach Packungsanweisung an. Gießen Sie die noch heiße Flüssigkeit auf den inzwischen erkalteten Grießbrei, so dass sie den Grießbrei gleichmäßig überdeckt und den Teller bzw. die Schale 2-3mm unter die gewünschte Füllhöhe füllt. Anschließend stellen Sie den Teller in den Kühlschrank damit der angedickte Saft erkaltet und fest wird.
Bis die Gelatine fest geworden ist, können Sie sich mit der Deko beschäftigen. Waschen Sie den Apfel und die Holunderbeeren bzw. Blüten und pflücken Sie davon alle unschönen Beeren und Blüten ab, so dass nur einwandfreie übrig bleiben. Legen Sie Blüten bzw. Beeren in eine Schüssel mit kaltem Wasser, damit sie nicht welk werden.

Polieren Sie den Apfel, dass die Schale richtig blank und glänzend ist. Schneiden Sie ihn dann in dünne Spalten. Legen Sie die Spalten in eine kleine Schale oder Schüssel und überdecken Sie diese komplett mit Wasser. Damit die Äpfel nicht braun werden, geben Sie eine halbe bis eine Tüte Zitronensäure in die Schale mit den Apfelstücken.

Tipp:

Anstelle von Zitronensäure können Sie auch Essig, Essig-Essenz oder Zitronensaft verwenden.

Suppe anrichten und dekorieren

Ist der Inhalt des Tellers fest geworden, können Sie mit dem Dekorieren beginnen. Holen Sie den Teller aus dem Kühlschrank und lassen Sie ihn ein paar Minuten draußen stehen. In der Regel wird nun der Teller etwas beschlagen. Putzen Sie ihn dann mit einem Küchentuch trocken und achten Sie darauf, dass es keine Streifen gibt. Stellen Sie den Teller nun an Ort- und Stelle. Achten Sie darauf, dass der absolut waagerecht steht.

Tupfen Sie die Apfelspalten mit einem Küchentuch trocken und legen Sie diese auf den Teller. Bei Bedarf können Sie die Gelatine-Schicht auch etwas mit einem scharfen Messer einritzen, um die Apfelspalten fest in die Schlitze zu stecken, damit sie nicht umkippen. Füllen Sie nun den Teller mit 2-5mm Saft auf. Das ist notwendig, damit die Apfelspalten nicht wie draufgelegt wirken. Außerdem hat die feste Gelatine einen anderen Glanz als Flüssigkeiten. Es würde sonst auffallen. Anschließend drapieren Sie noch die Holunderbeeren oder Holunderblüten und fügen bei Bedarf weitere Deko-Elemente hinzu.

Alternative mit Schalen statt Tellern

Möchten Sie statt eines Tellers Suppentassen oder Schalen verwenden, funktioniert das Ganze genauso. Nur sollten Sie hier dann die Schalen 2/3 mit Grießbrei auffüllen, da die Schicht aus Gelatine sonst zu dick würde und zu lange zum Auskühlen braucht.

Warum so und nicht anders?


Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum mit Grießbrei und Gelatine gearbeitet wird? Generell könnte man natürlich auch auf den Grießbrei verzichten. Der mit der Gelatine verfestigte Saft würde aber deutlich länger zum Verfestigen brauchen, wenn Sie davon eine größere Menge verwenden würden. Zudem ist er nicht so stabil. Falls Sie bspw. einen Löffel in die Suppenschüssel stellen wollten und der soll auch auf der Kante stehen bleiben, hält die Gelatine den auf Dauer nicht, schon gar nicht, wenn sie nach einer Weile bei Zimmertemperatur etwas an Festigkeit verliert. In diesem Fall ist es daher nützlich, dass der Grießbrei wirklich sehr fest ist und Sie den Löffel so tief reinstecken können, dass er im Grießbrei steckt. Bei Suppe, die weniger transparent ist, können Sie allerdings problemlos auf die Gelatine-Schicht verzichten und die Suppe in einer dünnen Schicht gleich auf den Grießbrei aufbringen. Klappt bspw. sehr gut bei Tomatensuppe.

<HS>

Rechtliche Rahmenbedingungen

Alle Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Ich übernehme für Fehlerfreiheit allerdings keine Gewähr und hafte keinesfalls für Folgen, die sich aus Fehlern oder unsachgemäßem Gebrauch des Codes und der Inhalte ergeben.
Code und Beispiele dürfen für den privaten Gebrauch frei verwendet werden. Eine Veröffentlichung (auch auszugsweise) sowohl online wie auch auf klassischen Medien ist nur nach meiner ausdrücklichen Zustimmung möglich. Verlinkung der Artikel ist jedoch erlaubt und erwünscht, solange immer auf die Webseite und nicht die PDF-Datei verlinkt wird.

Making-Of: Salatteller mit Dressing

Autor: Helma Spona

Betrifft: Fotografie

Notwendige Objekte: Salat, Dressing, Teller, Dessertschüssel, Pinsel oder Pipette, Kamera und Zubehör

Download: PDF

Salatteller mit Speck ung Dressing

Salatteller mit Speck und Dressing

Wer sich für Food-Fotografie interessiert, staunt oft über Bilder von voluminösen lichtdurchfluteten Salattellern, die nicht nur frisch aussehen, sondern auch noch quasi im Dressing zu schwimmen scheinen.  Bei dem Versuch das auch mal zu machen, kommt dann schnell die Ernüchterung. Mit ein paar kleinen Tricks ist das aber gar nicht schwer.

Wie es nicht aussehen sollte

Wer versucht einen Salatteller mit grünem Salat und Joghurt-Dressing zu fotografieren, wird anfangs denken, so schwer ist das nicht. Einfach den Salat auf den Teller und Dressing oben drauf. Was dabei rauskommt sieht aber in den seltensten Fällen wirklich gut aus.

Das Problem dabei ist, dass der Salat, vor allem, wenn Sie wegen der ansprechenden Farben auch schwere Gemüse wie Gurken, Paprika- oder Tomatenstücke verwenden, in sich zusammen sinkt. Den Eindruck eines vollen Tellers voll lockerem, frischen Salat erzielen Sie damit in keinem Fall. Das zeigt bspw. Abb. 1, denn auch hier ist der Salat schon sehr zusammengedrückt und platt. Noch schlimmer wird dies durch Öl-haltige Dressings. Öl bringt grünen Salat recht schnell zum  Zusammenfallen. Daher sollten Sie bei Fotos auf Öl- und fetthaltige Dressings verzichten.

Tipp:

Soll es wie Öl aussehen, ohne dass der Salat zusammenfällt, sprühen Sie den Salat mit Glycerin ein. Essen können Sie ihn dann natürlich nicht mehr.

 

Vorbereitungen und Einkauf

Wenn Sie die Aufgabe richtig professionell angehen möchten, müssen Sie da schon etwas mehr Aufwand betreiben.  Schon beim Einkauf sollten Sie auf die richtigen Exemplare von Paprika, grünem Salat und sonstigen Bestandteilen für den Salat achten.

  • Achten Sie darauf, bei Gurken, Tomaten, Paprika und allem was mit einer Schale auf den Salatteller kommt, dass Sie nur einwandfreie Exemplare ohne Druckstellen und Macken kaufen.
  • Bei Blattsalat wählen Sie immer welchen, der noch wirklich feste, knackige Blätter hat. Beginnen die Äußeren schon zu welken, ist der Salat zu alt, der fällt dann auch mit den nachfolgend beschriebenen Maßnahmen zu schnell zusammen.
  • Falls Sie fertiges Dressing verwenden möchten, wählen Sie eines mit einem geringen Fettanteil, bspw. Diätprodukte und ohne Kräuter. Denn die Kräuter im Dressing sind natürlich nicht wirklich frisch, was man später an der grünen Farbe sehen kann. Kaufen Sie zur Dekoration lieber frische Kräuter, die können Sie fein hacken und auf dem Salat verteilen, wenn Sie möchten.

Tipp:

Optimal ist krauser Salat, eventuell mit einer leichten Rotfärbung (bspw. Lolo Rosso) oder Eichenblattsalat. Der gibt schöne Strukturen auf dem Bild und lässt sich gut rutschfest auf dem Teller drapieren.

Ansonsten brauchen Sie für ein solches Foto noch folgende Dinge:

  • Einen schönen Teller, entweder einen einfachen weißen oder einen farblich zum Salat passenden.
  • Einen Pinsel oder eine Pipette zum Auftragen des Dressings auf den Salat.
  • Eine kleine, farblich zum Salat passende oder durchsichtige Dessertschüssel als Unterbau für den Salat.
  • Optional ein Tuch oder eine farblich passende Serviette, zur Dekoration, eventuell auch ein paar frische Kräuter und eine schöne Gabel.

Anrichten des Salates

Bevor Sie den Salat anrichten, sollten Sie ihn waschen, und zwar mit möglichst kaltem Wasser, eine kurze Zeit in Eiswasser einweichen ist optimal. Damit wird der Salat noch knackiger und frischer.

Tupfen Sie den Salat leicht mit einem Küchentuch oder Handtuch ab, damit er nicht so ganz nass ist. Entfernen Sie allzu harte Strünke, achten Sie aber unbedingt darauf, die Blätter nicht zu quetschen oder zu klein zu reißen. Das erschwert das Anordnen auf dem Teller.

Setzen Sie nun die Dessertschüssel umgekehrt auf den Teller, auf dem Sie den Salat anrichten möchten.

Auf der Dessertschüssel ordnen Sie nun ringsherum die Salatblätter an. Achten Sie darauf, dass diese komplett verdeck ist. Dies gilt vor allem dann, wenn die Schüssel nicht durchsichtig ist.

Anschließend fügen Sie die Paprika- oder Tomatenstücke und sonstige Bestandteile des Salates hinzu. Stecken Sie diese ruhig zwischen die Salatblätter, denn sie sollen ja nicht wie drauf gelegt wirken.

Tipp:

Sie müssen nicht ringsherum die Salatblätter perfekt anordnen. Es reicht aus, wenn eine Hälfte perfekt angerichtet ist, diese Seite fotografieren Sie dann.

Auftragen des Dressings

Haben Sie den Salat soweit fertig, geht es an das Auftragen des Dressings. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein weißes Dressing oder ein transparentes (Essig-Öl-Gemisch) handelt. Sie sollten in jedem Fall einen Pinsel oder eine Pipette nehmen und das Dressing im optimalen Fall nur auf die Teile des Salattellers auftragen, die keine grünen Salatblätter sind, also bspw. Zwiebel, Paprika, Tomaten etc.

Tipp:

Bei Joghurt-Dressing sollten Sie dieses mit etwas Wasser verdünnen, bevor Sie es auftragen. Es lässt sich dann leichter verteilen und wirkt eher wie draufgegossen als wenn Sie es im Original verwenden.

Dekoration und Perspektive

Zum Schluss stellt sich noch die Frage nach der passende Dekoration. Ein Salatteller auf weißem Hintergrund sieht zwar nicht schlecht aus, aber mit etwas Deko macht das Bild gleich viel mehr her. Immer passend ist ein schönes, farblich passendes Tuch oder auch im Hintergrund Essig- und Öl-Sprüher. Für das hier vorgestellte Bild wurden im Hintergrund drei Ölflaschen mit unterschiedlich farbigen Ölen platziert und unter den Teller ein hellgelbes Geschirrtuch gelegt. Die Silbergabel rechts füllt den Platz nach rechts aus.

Tipp:

Sieht der Salatteller zu langweilig aus, versuchen Sie es einfach mal mit ein paar Speck- oder Putenstreifen, schön knusprig gebraten.

Die Wahl der Perspektive bestimmt natürlich auch die Gestaltung des Hintergrundes bzw. der Umgebung. Wenn Sie den Salat schön hoch drapiert haben, bietet es sich natürlich an, ihn auch frontal von vorne zu fotografieren, wie in der vorstehenden Abb. Dann müssen Sie an die Gestaltung des Hintergrundes denken.

Bei einer Perspektive von oben, müssen Sie stattdessen dem Untergrund Ihre Aufmerksamkeit widmen. Hier wurde einfach ein größerer flacher Teller und darunter noch ein farbiges Tuch verwendet.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Alle Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Ich übernehme für Fehlerfreiheit allerdings keine Gewähr und hafte keinesfalls für Folgen, die sich aus Fehlern oder unsachgemäßem Gebrauch des Codes und der Inhalte ergeben.
Code und Beispiele dürfen für den privaten Gebrauch frei verwendet werden. Eine Veröffentlichung (auch auszugsweise) sowohl online wie auch auf klassischen Medien ist nur nach meiner ausdrücklichen Zustimmung möglich. Verlinkung der Artikel ist jedoch erlaubt und erwünscht, solange immer auf die Webseite und nicht die PDF-Datei verlinkt wird.