Neues E-Book zum Thema „Digitalfotografie“

E-Book: Von der Makro- zur Mikrofotografie

E-Book: Von der Makro- zur Mikrofotografie

Gerade neu erschienen ist ein E-Book zum Thema „Von der Makrofotogafie zur Mikrofotografie“ für alle, die mehr als nur Makros im Maßstab 1:1 machen möchten. Wie es geht, beschreibt das E-Book auf 20 Seiten. Sie erfahren, welche Techniken es gibt, worauf Sie achten müssen und wo die Grenzen und Probleme liegen.

Wo gibt es das?

Inhalt

  • Faszination Mikrofotografie.
    • Technische Möglichkeiten für größere Abbildungsmaßstäbe.
    • Retrostellung und Weitwinkel-Objektiv.
    • Auszugverlängerung mittels Balgen oder Zwischenringen.
    • Auszugverlängerung und Retrostellung kombinieren.
    • Retrostellung mit Vorsatzlinsen kombinieren.
  • Technische Grenzen überwinden.
    • Das Schärfeproblem.
    • Die Beleuchtungsproblematik.
    • Optimierung mittels Bildbearbeitung.
  • Anhang

Bildbeispiele

Makrofotografie mit Balgen und Zwischenringen – Teil 1

Autor: Helma Spona

Betrifft: Fotografie

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Makrofotografie ist ein höchst interessanter Bereich der Fotografie. Wer einmal damit begonnen hat, verfällt in eine Art Sucht. Kleines muss immer größer aufs Bild. Leider ist die Technik hier begrenzt. Große Abbildungsmaßstäbe lassen sich aber bspw. mit Balgen und/oder Zwischenringen erreichen.

Der Abbildungsmaßstab gibt an, wie groß ein Objekt auf dem Negativ bzw. dem Sensor der Kamera dargestellt wird. Eine Angabe von 2:1 bedeutet, dass das Motiv doppelt so groß auf dem Sensor abgebildet ist, wie es groß ist. Es gibt viele Methoden hohe Abbildungsmaßstäbe zu erreichen. Die meisten Makroobjektive erreichen maximal 1:1: Alles was darüber hinausgehen soll, erfordert zusätzlichen technischen Aufwand. Eine gute Möglichkeit ist die Erhöhung des Abbildungsmaßstabes durch Auszugverlängerung.

Abbildungsmaßstab durch Auszugsverlängerung erhöhen

Der klassische Weg in die Makrofotografie sind Balgen und Zwischenringe. In beiden Fällen erfolgt die Vergrößerung, durch Auszugverlängerung. Bemerkenswert dabei ist, je kleiner die Brennweite die man mit Balgen oder Zwischenringen verwendet, desto größer ist der Abbildungsmaßstab, den man erreichen kann. Allerdings hat das ganze zwei Haken:

  • Bei zu kleiner Brennweite (im Verhältnis zur Länge der Zwischenringe bzw. des Balgens) kann man nicht mehr scharfstellen, weil dann der Schärfebereich hinter der Frontlinse liegt.
  • Je kleiner die Brennweite, desto kleiner ist der Abstand zum Motiv und desto geringer ist die Tiefenschärfe.

Bei meiner Kombination aus voll ausgezogenem Balgen mit 50mm Objektiv betrug der Motivabstand ca. 5cm, beim 60mm-Objektiv und ca. 6cm Bei dem Versuch mit dem 17-35mm Weitwinkel an Zwischenringen scharf zu stellen, musste ich feststellen, dass bei nicht ganz so langen Zwischenringen wie der Balgen lang ist, schon bei ca. 33mm Schluss war. Bei 33mm lag der Schärfepunkt genau auf der Frontlinse, scharfstellen ging also noch, eine Beleuchtung funktioniert dann natürlich nur bei transparenten Motiven von hinten. Bei allen Brennweiten die kleiner sind, lag der Schärfepunkt wohl hinter der Frontlinse.

Die zu verwendenden Objektive

Immer wieder ist zu lesen, dass für Nahaufnahmen Objektive verwendet werden sollen, die für den Nahbereich berechnet und konzipiert sind, also Makro- oder Lupenobjektive oder Vergrößerungsobjektive für Labor-Vergrößerer. Das kann ich so nicht generell bestätigen. Das folgende Bild zeigt Aufnahmen am voll ausgezogenen Balgen bei der maximalen Blende des verwendeten Objektivs, links das Nikkor 50mm f/1,8, rechts ein Schneider-Kreuznach Vergrößerungsobjektiv Componon 60mm. Als Motiv diente ein Mikrofaser Geschirrhandtuch.

Der größere Abbildungsmaßstab links durch die kleinere Brennweite lässt sich gut erkennen, eine schwächere Abbildungsleistung ist nur am äußersten Rand zu erkennen die mit Sicherheit bei der Masse der Motive nicht mal auffällt. Selbst bei meinem Weitwinkel Sigma EX 17-35mm DG an der EOS 400D und einem 7cm-Zwischenringset, war ich positiv von der Abbildungsleistung überrascht.

Lediglich im Randbereich wird es unscharf, aber dennoch bin ich erstaunt, wie gut die Schärfe in der Bildmitte ist, dafür dass das Objektiv in 35mm-Stellung nur 2mm vom Motiv entfernt und daher eine Belichtung von 25 Sekunden notwendig war. Und ich denke, für ein Zoom-Objektiv, das ohnehin ja eine schlechtere Abbildungsleistung als eine gute Festbrennweite hat, kann man damit gut zufrieden sein.

HINWEIS:

Der geringere Abbildungsmaßstab kommt daher, dass die Zwischenringe weniger lang als der voll ausgezogene Balgen ist.

Erzielbare Abbildungsmaßstäbe

Welcher Abbildungsmaßstab sich erzielen lässt, hängt davon ab, welche Brennweite verwendet wird. Nach meinen Berechnungen ergibt das 50mm-Objektiv an der Nikon D300 einen Maßstab von 2,5:1 und das 60mm-Objektiv einen Maßstab von 2:1. Bei einem Objektiv mit 44mm Brennweite dürfte daher mit einen Maßstab von annähernd 3:1 zu rechnen sein. Weiteres folgt etwas später in der Fortsetzung dieses Beitrags.

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