Artikel zur Food-Fotografie und zum Food-Styling

Bei Akademie.de sind mehrere BeitrĂ€ge zur Food-Fotografie und zum Food-Styling erschienen. Es geht dabei um Basics und Grundlagen zur Food-Fotografie, wie Sie also Fleisch, GemĂŒse und GetrĂ€nke anrichten.

Food-Fotografie: Speisen, Gerichte und GetrÀnke ansprechend und professionell fotografieren

Food-Fotografie ist ein Bereich der Fotografie, den wirklich jeder kennt, selbst wenn er den Begriff selbst nie gehört hat. Wer wurde nicht schon mal durch superlecker wirkende Fotos in KochbĂŒchern und Zeitschriften zum Nachkochen oder Kaufen bewogen und hat sich dann gewundert, dass das eigene Ergebnis bzw. das tatsĂ€chliche Produkt dem Foto nicht mal nahe kam?
Was dagegen nicht jeder kennt, sind die Techniken und das Know-how, die fĂŒr solch perfekte Aufnahmen von Speisen und GetrĂ€nken nötig sind.

Der Begriff “Food”-Fotografie kommt aus dem Englischen, “Food” lĂ€sst sich ĂŒbersetzen mit “Nahrungsmittel”. Wie der Name vermuten lĂ€sst, beschĂ€ftigt sich die Food-Fotografie mit dem Fotografieren von Nahrungsmitteln. Einen gĂ€ngigen deutschen Ausdruck gibt es dafĂŒr nicht.

Food-Fotografie besteht aber keineswegs nur daraus, eine Tomate auf ein KĂŒchenbrett zu legen, das Ganze zu beleuchten und auf den Auslöser zu drĂŒcken. Food-Fotografie ist vielmehr tatsĂ€chlich eine Kunst (im weitesten Sinne): Je nach Einsatzzweck des Bildes geht es nicht vorrangig darum, die Wirklichkeit möglichst exakt wiederzugeben, ganz im Gegenteil.

Erfolgreiche Food-Fotos haben ganz oft mit der RealitÀt recht wenig gemeinsam. Warum das so ist, wird Ihnen klarer werden, wenn Sie diesen Leitfaden gelesen haben.

Food-Fotografie gehört zu den anspruchsvollsten Bereichen der Fotografie und nach wie vor wird ein großes Geheimnis daraus gemacht. Dabei gelingen Food-Aufnahmen auch, wenn Sie als ambitionierter Hobby-Fotograf sich einige Tipps und Tricks angeeignet haben. Was Sie brauchen, um selbst in die Food-Fotografie einzusteigen, wie Sie Ihre Speisen und Gerichte prĂ€sentieren, dekorieren und sie richtig in Szene setzen, das erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

Aber auch die rechtlichen Fallstricke, die Sie beachten mĂŒssen, wenn Sie Ihre Fotos veröffentlichen möchten, werden behandelt.

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Der Inhalt

  1. Voraussetzungen
  2. Einsatz- und Verdienstmöglichkeiten, Rechtsaspekte
  3. Typische Probleme und ihre Lösung
  4. Stilrichtungen
  5. Dekomaterial
  6. Die fotografische Umsetzung
  7. Ausblick

Food-Fotografie in der Praxis: Wie fotografiere ich ein BrathÀhnchen?

Ein lecker wirkendes BrathĂ€hnchen zu fotografieren, ist gar nicht mal so einfach. Unser Praxisleitfaden fĂŒr Food-Fotografen verrĂ€t Ihnen, wie Sie die Aufnahme so hinbekommen, wie hier gezeigt:

Damit das HĂ€hnchen am Ende gut aussieht, muss man doch schon mehr Aufwand betreiben, als man dem Bild auf den ersten Blick ansieht.

Die Probleme mit dem “Motiv BrathĂ€hnchen”

Ein HĂ€hnchen aufzunehmen, das stellt Sie als Fotografen – neben den Problemen, die es allgemein mit dem Fotografieren von Fleisch gibt – vor besondere Herausforderungen. Vor allem zwei Probleme mĂŒssen Sie lösen:

  • Das gebratene HĂ€hnchen sieht im Backofen noch schön prall und cross gebraten aus. Nach wenigen Sekunden unter kĂ€lteren Zimmertemperaturen fĂ€llt es jedoch ein. Dadurch bekommt die Haut Dellen und Falten, die sehr unschön wirken.
  • Backen Sie das HĂ€hnchen mit niedrigeren Temperaturen, fehlt ihm hĂ€ufig die Farbe. Bei höheren Temperaturen (200 °C und höher) verbrennen jedoch viele GewĂŒrze, wie z. B. Paprika. Das fĂŒhrt zu dunklen Sprenkeln und Flecken auf der Haut. Auch das sieht unschön aus.

So zeigen sich die typischen Probleme: Zu dunkle Stellen auf der Haut, ungleichmĂ€ĂŸige BrĂ€unung, eingefallene Stellen und Falten auf der Haut. Und auch farblich ist das Bild nicht gerade ein Hingucker.

Diese Probleme – Falten, eingefallenen Haut und ungleichmĂ€ĂŸige Farbe – lassen sich zwar lösen, indem Sie einfach ein rohes HĂ€hnchen einfĂ€rben. Aber das Ergebnis ist auch nicht sonderlich ansprechend: Man erkennt auf den ersten Blick, dass das HĂ€hnchen roh und nicht gebraten ist.

Sie mĂŒssen also im Prinzip mehrere Teilprobleme lösen:

  1. Das HĂ€hnchen soll prall und saftig (nicht eingefallen) aussehen.
  2. Das HĂ€hnchen darf nicht roh wirken. Es darf aber auch nicht fertig gebraten sein (siehe oben).
  3. Das HĂ€hnchen muss eine goldgelbe Farbe haben, mit einer gleichmĂ€ĂŸigen BrĂ€unung.

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Der Inhalt

  1. Benötigte Utensilien
  2. Einkaufen
  3. Fleisch vorbereiten
  4. Deko und Hintergrund
  5. Varianten

Food-Styling fĂŒr die Food-Fotografie: Essen fĂŒrs Fotografieren professionell anrichten

Beim Food-Styling geht es um die optische Vorbereitung und Aufbereitung von Speisen, GetrĂ€nken und Gerichten fĂŒr die Food-Fotografie.

Manchmal hilft Food-Styling nur der Natur auf die SprĂŒnge und gleicht Probleme aus, die erst durch die Fotografie entstehen – etwa, wenn die Hitze der Beleuchtung EiswĂŒrfeln schmelzen oder KrĂ€uter welken lĂ€sst. In anderen FĂ€llen wird ganz gezielt auf kĂŒnstliche Produkte gesetzt, die optisch besser und leckerer wirken als die natĂŒrlichen. Food-Styling reicht von kĂŒnstlichen Kondensationstropfen an GlĂ€sern bis hin zur Nachbildung von Speiseeis aus FrischkĂ€se oder kĂŒnstlichen Stoffen. Auch Lebensmittelfarbe kommt hĂ€ufig zum Einsatz, etwa um gegrilltem Fleisch die richtige Farbe zu verpassen.

Food-Styling ist aus der modernen Food-Fotografie kaum wegzudenken. Die Menschen stellen immer höhere Anforderungen an die Optik von Lebensmitteln, GetrÀnken und Gerichten.

Dies mĂŒssen auch moderne Food-Fotografen berĂŒcksichtigen. Sie merken das schon, wenn Sie versuchen, ein Gericht aus einer Zeitschrift nachzukochen, weil es so lecker aussieht. Das Endergebnis auf Ihrem Teller hat oft kaum noch Ähnlichkeit mit dem Bild. Das hat definitv nicht mit Ihrem Können am Herd zu tun: Es liegt einfach daran, dass Food-Stylisten sich seeeeehr große MĂŒhe geben, ein perfektes Ergebnis zu erreichen – und das ist ohne Tricks kaum möglich.

Nicht RealitĂ€t ist also in der Food-Fotografie gefragt, sondern perfektes Aussehen: Gerichte oder GemĂŒse mit tollen Farben, die frisch und knackig wirken. Das ist gerade bei gekochten Speisen nicht einfach und lĂ€sst sich fast nur mit Tricks, kĂŒnstlichen Nachbauten und Ersatzstoffen erreichen. Food-Fotos sollen schließlich fast immer einen gewissen Werbeeffekt entfalten. Das geht eben nur, wenn die abgebildete Speise optisch einwandfrei aussieht – danke Food-Styling.

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Der Inhalt

  1. Den Geschmack des Verbrauchers treffen
  2. Food-Styling: Ziele und Zeitaufwand
  3. Food-Styling: Grundlagen
  4. Ausblick

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