Autor: Helma Spona
Betrifft: Fotografie
Notwendige Objekte: Salat, Dressing, Teller, Dessertschüssel, Pinsel oder Pipette, Kamera und Zubehör
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Wer sich für Food-Fotografie interessiert, staunt oft über Bilder von voluminösen lichtdurchfluteten Salattellern, die nicht nur frisch aussehen, sondern auch noch quasi im Dressing zu schwimmen scheinen. Bei dem Versuch das auch mal zu machen, kommt dann schnell die Ernüchterung. Mit ein paar kleinen Tricks ist das aber gar nicht schwer.
Wie es nicht aussehen sollte
Wer versucht einen Salatteller mit grünem Salat und Joghurt-Dressing zu fotografieren, wird anfangs denken, so schwer ist das nicht. Einfach den Salat auf den Teller und Dressing oben drauf. Was dabei rauskommt sieht aber in den seltensten Fällen wirklich gut aus.
Tipp:
Soll es wie Öl aussehen, ohne dass der Salat zusammenfällt, sprühen Sie den Salat mit Glycerin ein. Essen können Sie ihn dann natürlich nicht mehr.
Vorbereitungen und Einkauf
Wenn Sie die Aufgabe richtig professionell angehen möchten, müssen Sie da schon etwas mehr Aufwand betreiben. Schon beim Einkauf sollten Sie auf die richtigen Exemplare von Paprika, grünem Salat und sonstigen Bestandteilen für den Salat achten.
- Achten Sie darauf, bei Gurken, Tomaten, Paprika und allem was mit einer Schale auf den Salatteller kommt, dass Sie nur einwandfreie Exemplare ohne Druckstellen und Macken kaufen.
- Bei Blattsalat wählen Sie immer welchen, der noch wirklich feste, knackige Blätter hat. Beginnen die Äußeren schon zu welken, ist der Salat zu alt, der fällt dann auch mit den nachfolgend beschriebenen Maßnahmen zu schnell zusammen.
- Falls Sie fertiges Dressing verwenden möchten, wählen Sie eines mit einem geringen Fettanteil, bspw. Diätprodukte und ohne Kräuter. Denn die Kräuter im Dressing sind natürlich nicht wirklich frisch, was man später an der grünen Farbe sehen kann. Kaufen Sie zur Dekoration lieber frische Kräuter, die können Sie fein hacken und auf dem Salat verteilen, wenn Sie möchten.
Tipp:
Optimal ist krauser Salat, eventuell mit einer leichten Rotfärbung (bspw. Lolo Rosso) oder Eichenblattsalat. Der gibt schöne Strukturen auf dem Bild und lässt sich gut rutschfest auf dem Teller drapieren.
- Einen schönen Teller, entweder einen einfachen weißen oder einen farblich zum Salat passenden.
- Einen Pinsel oder eine Pipette zum Auftragen des Dressings auf den Salat.
- Eine kleine, farblich zum Salat passende oder durchsichtige Dessertschüssel als Unterbau für den Salat.
- Optional ein Tuch oder eine farblich passende Serviette, zur Dekoration, eventuell auch ein paar frische Kräuter und eine schöne Gabel.
Anrichten des Salates
Bevor Sie den Salat anrichten, sollten Sie ihn waschen, und zwar mit möglichst kaltem Wasser, eine kurze Zeit in Eiswasser einweichen ist optimal. Damit wird der Salat noch knackiger und frischer.
Tupfen Sie den Salat leicht mit einem Küchentuch oder Handtuch ab, damit er nicht so ganz nass ist. Entfernen Sie allzu harte Strünke, achten Sie aber unbedingt darauf, die Blätter nicht zu quetschen oder zu klein zu reißen. Das erschwert das Anordnen auf dem Teller.
Setzen Sie nun die Dessertschüssel umgekehrt auf den Teller, auf dem Sie den Salat anrichten möchten.
Auf der Dessertschüssel ordnen Sie nun ringsherum die Salatblätter an. Achten Sie darauf, dass diese komplett verdeck ist. Dies gilt vor allem dann, wenn die Schüssel nicht durchsichtig ist.
Anschließend fügen Sie die Paprika- oder Tomatenstücke und sonstige Bestandteile des Salates hinzu. Stecken Sie diese ruhig zwischen die Salatblätter, denn sie sollen ja nicht wie drauf gelegt wirken.
Tipp:
Sie müssen nicht ringsherum die Salatblätter perfekt anordnen. Es reicht aus, wenn eine Hälfte perfekt angerichtet ist, diese Seite fotografieren Sie dann.
Auftragen des Dressings
Haben Sie den Salat soweit fertig, geht es an das Auftragen des Dressings. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein weißes Dressing oder ein transparentes (Essig-Öl-Gemisch) handelt. Sie sollten in jedem Fall einen Pinsel oder eine Pipette nehmen und das Dressing im optimalen Fall nur auf die Teile des Salattellers auftragen, die keine grünen Salatblätter sind, also bspw. Zwiebel, Paprika, Tomaten etc.
Tipp:
Bei Joghurt-Dressing sollten Sie dieses mit etwas Wasser verdünnen, bevor Sie es auftragen. Es lässt sich dann leichter verteilen und wirkt eher wie draufgegossen als wenn Sie es im Original verwenden.
Dekoration und Perspektive
Zum Schluss stellt sich noch die Frage nach der passende Dekoration. Ein Salatteller auf weißem Hintergrund sieht zwar nicht schlecht aus, aber mit etwas Deko macht das Bild gleich viel mehr her. Immer passend ist ein schönes, farblich passendes Tuch oder auch im Hintergrund Essig- und Öl-Sprüher. Für das hier vorgestellte Bild wurden im Hintergrund drei Ölflaschen mit unterschiedlich farbigen Ölen platziert und unter den Teller ein hellgelbes Geschirrtuch gelegt. Die Silbergabel rechts füllt den Platz nach rechts aus.
Tipp:
Sieht der Salatteller zu langweilig aus, versuchen Sie es einfach mal mit ein paar Speck- oder Putenstreifen, schön knusprig gebraten.
Die Wahl der Perspektive bestimmt natürlich auch die Gestaltung des Hintergrundes bzw. der Umgebung. Wenn Sie den Salat schön hoch drapiert haben, bietet es sich natürlich an, ihn auch frontal von vorne zu fotografieren, wie in der vorstehenden Abb. Dann müssen Sie an die Gestaltung des Hintergrundes denken.
Bei einer Perspektive von oben, müssen Sie stattdessen dem Untergrund Ihre Aufmerksamkeit widmen. Hier wurde einfach ein größerer flacher Teller und darunter noch ein farbiges Tuch verwendet.
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